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LeBong Reso|Beta Neuartiger Konzertlautsprecher
mit SABA-Greencone Bestückung Prolog Mit der öffentlichen Präsentation meiner experimentellen SABA-Greencone-Lautsprecher, wollte ich seit 2004 ergründen, ob die Legenden, die sich um diese rund 50 Jahre alten Radiochassis ranken, berechtigt sind.
Heute stehen die herausragenden Qualitäten dieser Ausnahmelautsprecher mit ihren federleichten grünen Papiermembranen für mich nicht mehr infrage. Auch die dazugehörigen SABA Hochtöner mit ihren braunen Körbchen aus Bakelit, sind eine Klasse für sich. Das wird umso deutlicher, je mehr verschiedene Chassis man kennt - einschließlich der neuesten Produkte selbstverständlich, egal was sie kosten. Schon meine frühen Versuchslautsprecher ernteten so viel Lob von unzähligen Hörern, dass ich mir über die erreichten Ergebnisse vollkommen sicher sein kann. Konzertlautsprecher Reso|Beta Die Reso|Beta entstand in dem Bestreben, die Greencone-Geschichte mit einem neuartigen Gehäuse evolutionär fortzuschreiben und auf diesem Gebiet Spitzenergebnisse zu erreichen. Bevor ich mit der Konzeption der Reso|Beta-Gehäuse begann, sammelte ich Höreindrücke von Eigenbauten und von artverwandten Modellen anderer SABA-Enthusiasten. Bei diesen Hörvergleichen, die sich an verschiedenen Orten über mehr als ein Jahr hinzogen, lernte ich, durch genaue Beobachtung klangbeeinflussende Faktoren der betreffenden Konstruktionen zu deuten. Auf diesem Erfahrungsschatz und auf meine Erinnerungen an tradierte Gehäuse-Formen und -Prinzipien gründet sich mein neues Design. Es erwies sich als notwendig, mehrere Designalternativen für Hörversuche zu realisieren. Das ging so lange, bis ich das Gefühl hatte, am Limit zu operieren. Berechnen lässt sich so etwas nicht. Und billig sind gute Ergebnisse auch nicht zu haben. Das Besondere an der Reso|Beta Während man meine ersten Versuchs-Lautsprecher als halb offene Schallwand mit nach hinten gekrümmten Schwingen ansehen kann, ist die Reso|Beta zierlicher gebaut - und sie funktioniert nach einem anderen Prinzip. Ihr Korpus ist in sich geschlossen und wirkt als ganzheitlich auf den Schallwandler abgestimmter, akustischer Mehrfach-Resonator. Die Anatomie des Klangkörpers bleibt dem Auge verborgen. Dem Betrachter erzählt die elegant geschwungene Zarge aber immer noch etwas von der Formbarkeit des Klangs. So viel sei verraten: im Gegensatz zu einem Bassreflexgehäuse - betont mein 'Distributed-Port-Gehäuse' (nach einer Definition von Briggs *) nicht nur eine bestimmte Frequenz, sondern wirkt in einem weiten Frequenzbereich harmonisierend. Dazu trägt auch eine inwendige Zwei-Kammer-Struktur bei, in der ein leichtes Absorberkissen aus Mikro-Hohlfasern steckt. Die oberen kleinen Ventilationsöffnungen, direkt hinter dem Bassmittelton-Chassis, vermindern nicht nur die Schallreflektion von der Rückwand zur Front, sondern auch deren Resonanzanregung.
* Cabinet Handbook von G. A. Briggs, England, aus dem Jahre 1962.
Apropos SABA Greencones: Der bläuliche Farbton der Membran im vorhergehenden Foto zeigt dem Kenner, dass es sich hier um seltene, ungebrauchte Chassis handelt, frisch aus der Schachtel. Die grünliche Farbe entsteht nämlich erst mit der Zeit durch Ausbleichen. In statu nascendi waren die 'Greencones' also alle einmal blau. Der anmutig rundlich geformte Korpus der Reso|Beta aus Birkenholz steht ähnlich wie bei einem Kontrabass unter einer inneren Spannung. So bringt man die ungemein lebendige Musikwiedergabe der SABA-Greencones aufs schönste zur Entfaltung. Die Reso|Beta beansprucht verhältnismäßig wenig Stellfläche im Vergleich mit Open-Baffle-Anordnungen oder halboffenen RESO-Gehäusen. Im Gegensatz zu diesen kann sie direkt mit dem Rücken an einer Wand stehen. Sie eignet sich damit insbesondere für kleinere Musikzimmer.
Im Heft 59 des Audio-Magazins
'Hörerlebnis' erschien ein Artikel über die Reso|Beta. Bedauerlicherweise sah ich mich gezwungen, eine Serienedition der Reso|Beta mit dem Aufkommen der WEEE- und ROHS-Gesetzgebung einzustellen. Dieser Lautsprecher ist also heute nicht mehr erhältlich.
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