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28. Februar 2006: Testberichte über meine Konzertlautsprecher in Hifi-Gazetten wird es voraussichtlich nie geben. Wenn mir Leute mit einem guten Musikgeschmack und Insider der Audioszene ihre ehrliche Meinung sagen, mag ich das auch lieber. Was meine Reso|Beta anbelangt, so 'sammle' ich da immer noch Hörerstimmen. Es ist ja noch eine relativ neue Konstruktion. Gestern besuchte mich Herr Bregy aus Zürich und er hat mir erlaubt, seine eMail von heute auszugsweise zu zitieren. ÷ eMail von Herrn Bregy betr. Reso|Beta ÷ P.S. Ich sollte vielleicht noch erwähnen, dass Herr Bregy selbstverständlich schon famose Hifi-Komponenten zuhause benutzt und sich von renommierten Schweizer Experten beraten lässt. 27. Februar 2006: Hier findet zusammen, was zusammen gehört. Das vielleicht schönste Studio-Laufwerk überhaupt, der THORENS TD-124, mit seinem langem SME-Arm und ein Röhrenverstärker aus den Sechzigerjahren von KLEIN&HUMMEL. Dazu (natürlich?) SABA Greencone-Lautsprecher. Ein gepflegter Bestand von Ausnahme-Klassikern schlechthin. Der selten schöne Aufbau auf dem Foto steht zuhause bei Andreas F.. Sympathisant von KLEIN&HUMMEL war ich schon von Kindesbeinen an, als diese Manufaktur im Jahre 1956 den 'ersten deutschen Stereoverstärker' mit der Bezeichnung VS55 herausgebracht hatte. Man konnte selbigen auch unter dem Markennamen SABA bekommen. Der Telewatt VS56 von Herrn F. war übrigens kürzlich im Ingenieurbüro von Hans-Peter Völpel fachmännisch revidiert worden. So lernte man sich kennen.
÷ Bild groß ÷ Herr F. ist Architekt und Mitinhaber einer Karlsruher Firma wo man edle Möbel und Modelle entwirft und herstellt. Ich lieh Herrn F. meine Phonovorstufe zum Ausprobieren, und es ist vielleicht lesenswert, was er dazu sagt und wie der Test ausging. Vor allem für Leute, die ähnliche Klassiker-Kombinationen schätzen: ÷ Phonovorstufe am Telewatt VS56 ÷ 24. Februar 2006: Moderne Kunst? Besuch von einem anderen Stern? Nein, nicht wirklich. Es ist ein Foto von meinem Werktisch. Es zeigt ein Ensemble aus hochwertigen Tonfrequenzkondensatoren, die ich mikrofoniearm in einem verleimten Holzklotz gefasst habe. Diese spezielle Konfiguration hat geringere parasitäre Induktivitäten als ein einzelner Kondensatorwickel mit der gleichen Kapazität.
÷ Bild groß ÷ Im nächsten Produktions-Schritt werden die Drähte miteinander verlötet. Dann sind sie fertig - zwei feine Hochton-Koppler für ein Pärchen SABA-Greencones. Wie sie klingen? Schwer in Worte zu fassen. Wer sie mal zusammen mit seinen 'grünen Supertweetern' probieren möchte, kann sich gerne mit mir in Verbindung setzen. 13. Februar 2006: Zeit, sich auch einmal der Mechanik zu widmen. Ein privater Plattenspieler als Einzelstück, nach meinen eigen Ideen gestaltet, das fehlt mir noch in meiner Musikanlage. Meine serienmäßig hergestellten Plattenspieler würde ich ja gerne bald ausmustern. Die Drive-Unit, eine aufgearbeitete Vintage THORENS Mechanik, zeigt sich hier noch hüllenlos und darf sich schon mal warmlaufen. Den fertigen Plattenspieler soll demnächst ein handgemachter SCHICK 12" Tonarm zieren.
12. Februar 2006: Den Zauber der japanischen Musik erlebten meine Frau und ich heute bei einer Matinee im Pforzheimer Theater. Es war eine der seltenen Gelegenheiten japanische Lieder und Instrumente von hervorragenden Interpreten in Deutschland dargeboten zu bekommen. Einige der mitwirkenden Künstler gehören zu unserem Bekanntenkreis aus der Deutsch Japanischen Gesellschaft Karlsruhe. Darunter der Bariton Sänger und Komponist Makitaro Arima, (links) der nebenbei Chorleiter der DJG-Karlsruhe ist und Reiko Emura (Klavier/Komposition, zweite von links), bei der meine Frau zur Zeit Klavierunterricht nimmt.
Besonders die feinen Saiteninstrumente und Gesang haben es mir neuerdings angetan. Meine Hörgewohnheiten zuhause, mit hochempfindlichen Lautsprechern, sind sicher nicht ganz unschuldig daran. Auch
die japanische Harfe mit ihrem seidigen Klang mag ich gerne hören. Die Koto,
genauer gesagt die ungefähr zwei Meter lange So, mit dreizehn oder
mehr Saiten, macht
sich übrigens auch gut als Jazz-Instrument. Das habe ich einmal bei einem Konzert einer Tokioter-Jazzerin erlebt.
Der Klangkörper besteht meist aus dem stark gemaserten Holz des
japanischen Kaiserbaums und hat ein halbkreisförmig gewölbtes
Oberteil, das auf einem flaches Unterteil sitzt und so einen Hohlraum
bildet. Die Saiten sind bei den traditionellen Instrumenten aus Seide,
die Stege, über denen die Saiten gespannt werden, aus Elfenbein
geschnitzt. Das Instrument muss häufig nachgestimmt werden. Hier zupft die Koto-Spielerin Itsuko Hasegawa anmutig die
Saiten.
9. Februar 2006: Zuchterfolge "In der Röhrentechnik ist schon alles erfunden". Klingt gut der Satz. Stimmt aber nicht. Ohne die Verdienste der Altvorderen auch nur im geringsten schmälern zu wollen - sie hatten keine modernen Halbleiter zur Verfügung.
Bisweilen ergibt sich ein unerwarteter Spin-Off, wenn man bestimmte Phänomene unvoreingenommen betrachtet. Mir war aufgefallen, dass ein paar Röhren aus einer größeren Charge in meinen Verstärkern minimal brummten - wenn auch nur an hochempfindlichen Lautsprechern mit Mühe hörbar. Bei allen anderen Röhren blieb der Brumm unter der Hörschwelle. Mit einem professionellen Röhrentestgerät bemerkte man die Unterschiede nicht. Die besonders 'leisen' Röhren wurden daraufhin bevorzugt von mir verwendet. So hätte man es belassen können. War ja gut. Das Problem ließ mir aber keine Ruhe und wurde daraufhin genauer unter die Lupe genommen. In Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro Völpel entstand auf diese Weise eine originelle technische Verbesserung, die Röhrenheizung betreffend. Sie bewirkt bei Verstärkern mit indirekt beheizten Vorröhren generell eine Verminderung des Brumms. Wohlgemerkt, sie tut das bei Wechselstromheizung. Der 'Noise-Floor' wird auch dann geringer, wenn ein Verstärker ansonsten nach allen bekannten Regeln der Kunst aufgebaut ist. Es handelt sich bei dieser Methode um eine Innovation, wie Patent- und Literatur-Recherchen gezeigt haben. Puristen brauchen nichts zu befürchten - der Signalkreis des Verstärkers wird definitiv nicht tangiert. Nur an der Heizung wird etwas geändert. Ich bin begeistert von dieser Erfindung. Man könnte durchaus auch manchen anderen Verstärker auf diese Weise beruhigen. Es ist aber noch nicht entschieden, ob ich so einen Service als Tuning-Maßnahme für Fremdgeräte anbieten werde. An billigen Röhrenverstärkern aus China herumzubasteln, würde mir sicher keinen Spaß machen. Wenn manche nachlässig designten Röhrenverstärker leise brummen, kann die Ursache oft genug auch nicht beseitigt werden. Ein Wundermittel gegen unsaubere Anodenspannung, versaute Verdrahtung, oder falsche Masseführung habe ich ja nicht. 7. Februar 2006: Leserzuschriften... Die Produktion einer Website wie der meinigen, oder die Pflege eines Weblogs nimmt ja reichlich Zeit in Anspruch. Diese Mühen werden aber regelmäßig mit unzähligen Rückmeldungen aus aller Welt von freundlichen Lesern belohnt und damit mehr als aufgewogen. Öfter ergeben sich dadurch lebendige Kontakte und Briefwechsel mit interessanten Leuten. Als Beispiel darf ich einmal eine Lesermeinung von Herrn Dr. M. aus Wien herausgreifen, die mir gestern per eMail zuging. 30. Januar 2006: SALABERT trifft 1626|SE Wie viel Spaß gute Breitbänder an kleinen Trioden machen können, sieht man vielleicht am vergnügten Gesichtsausdruck von Thomas Ballenberger, einem Fotografen und Grafiker aus Nürnberg. Er hatte seine SOLOVOX Breitbandlautsprecher von Auditorium 23 zu einer Hörsitzung mitgebracht, und dazu noch einen musikbegeisterten Freund und Kunstmaler, der hier nicht mit aufs Foto wollte.
Es wurde ein sehr geselliger Nachmittag und Abend, weil einfach viel zu probieren und zu hören war - tolle CDs darunter. Manche Leute haben eben einen ausgezeichneten Musikgeschmack, besitzen fabelhafte Audiosachen und so ist interessanter Gesprächsstoff garantiert.
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