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29. Januar 2006: Besuch von Herrn Michael Schwahn

Herr Schwahn aus Speyer hatte letztes Jahr zu mir Kontakt aufgenommen, weil er sich schon seit zwanzig Jahren intensiv mit dem Bau von Hornlautsprechern beschäftigt und unsere Hobbies (Röhren und Hörner) eigentlich wie Max und Moritz zusammengehören. Das war jedenfalls sein Kommentar. Und es stimmt natürlich.  Daher besuchten wir uns inzwischen gegenseitig zum kollegialen Erfahrungsaustausch. Eine Spezialität von ihm sind raffinierte Modifikationen an preisgünstigen PA-Horntreibern, die diese klanglich entschieden verbessern und Hifi-tauglich machen.

Heute war er bei mir in Karlsruhe und widmete seine Aufmerksamkeit meinen Audioketten mit SABA Greencone-Lautsprechern.

Manchmal bin ich bei solchen Treffen zuerst etwas angespannt wegen der unvorhersehbaren Reaktionen kritischer Hörer, insbesondere wenn diese einigen Sachverstand mitbringen. Erwähnen sollte ich vielleicht noch, dass Herr Schwahn im Verkauf von Hifi-Gerät tätig und damit professionell vorbelastet ist. Am Ende mache ich zum Glück aber doch immer wieder die Erfahrung, dass die meisten anderen Menschen nachvollziehen können, warum ich so höre, wie ich höre.

Jetzt soll aber Herr Schwahn ausführlich zu Wort kommen, er schickte mir netterweise folgenden Bericht:

÷ Ein Besuch bei Herrn LeBong ÷


11. Januar 2006: EL8-Amp hat lange Bewährung noch vor sich

Mittels des vorgeschalteten 'passiven Vorverstärkers' kann jetzt die brandneue Endstufe in Ruhe an den SABA Greencones gehört werden. Im Kästchen mit dem Knopf steckt übrigens ein selektiertes ALPS-Potentiometer. Die beliebten vierundzwanzigstufigen Schalter mit engtolerierten Einzelwiderständen verwende ich bewusst nicht als Lautstärkesteller. Mir  sind nicht nur die Sprünge zu groß, mich stören auch die Kapazitäten der Kontakte und der Drahtverhau.

÷ Bild groß ÷

Bis jetzt sind mir zwar noch keine Klagen über den Klang der EL8 Eintakter gekommen - den Prototyp hatten ja mittlerweile doch schon viele Leute gehört. Ich lasse mir aber meistens gut ein Jahr Zeit, bevor ich mir zutraue, einen Amp mit Bestimmtheit klanglich in eine bestimmte Ecke zu stecken.


9. Januar 2006: 'La fièvre du tube' aus Prestige Audio Video.
Dominique Mafrand erlaubte mir dankenswerterweise den Artikel einzuscannen und in meinem Weblog zu publizieren.

    

    

Ein Klick auf ein Bild lädt die hoch aufgelöste Version.


7. Januar 2006: Here we are...

÷ Bild groß ÷

Die erste von zwei EL8-Stereoendstufen (Arbeitstitel: Heinzelmann) mit etwa 4 Watt Ausgangsleistung ist fertig. Gemäß ihrer Bestimmung in einem Multiverstärkersystem für Hornlautsprecher besitzt dieser neue Verstärkerblock keinen Pegelsteller. Der Eingang geht unmittelbar aufs Gitter der Eingangsröhre 6SL7. Um den Verstärker zu testen muss ich noch einen separaten Input-Attenuator dafür bauen. Andere sagen zu so einem Abschwächer auch 'passiver Vorverstärker'. Später einmal wird die Lautstärke über meine aktive Frequenzweiche geregelt.


6. Januar 2006: Einkaufsbummel in Strasbourg

In der Hauptstadt des Elsass findet man zum Glück noch vornehme Geschäfte, wie sie in den trostlosen Fußgängerzonen bei uns längst ausgestorben sind. Allein für gute Schuhe gibt es einen ganzen Straßenzug. Dort kann man noch relativ günstig klassisches Schuhwerk bekommen. Nicht nur diese fürchterlichen Turnschuh Klone. Beiläufig habe ich mir am Kiosk die Januar-Ausgabe von 'Prestige Audio Video' gekauft und anschließend in einer kleinen Bar bei einer köstlichen Tasse chocolat chaude darin geschmökert. Es ist ein Bericht über das European Triode Festival drin - La fièvre du tube - sehr schmeichelhaft, nebenbei gesagt.
 

Merci Dominique Mafrand!

Werde mich gelegentlich beim Verlag erkundigen, ob man mir gestattet, diese Reportage auf meinen Internetseiten zu ver- öffentlichen.

P.S. Ein guter Ausgangspunkt für einen Bummel in Strasbourg ist das Musée d’Art moderne et contemporain mit seinem Parkhaus und seinem schicken Restaurant am Rande der Altstadt gelegen.


3. Januar 2006: Gute Vorsätze fürs neue Jahr

Ladehemmung zum Jahresbeginn? Das wäre nicht gut! Es ist aber noch ein langer Weg bis alles fertig ist, was ich mir an Zukunftsmodellen für 2006 vorgenommen habe. Manchmal baue ich innerlich eine nervöse Unruhe auf, indem ich angefangene Audiosachen wochenlang im Werkraum liegen lasse und sie nur noch gedanklich umkreise. So wird das natürlich nichts, auch wenn vor meinem geistigen Auge bereits alles fix und fertig ist. Also muss ich mir selber Zeitgrenzen setzten, irgendjemand etwas versprechen, oder es im Netz ankündigen. Dann kann ich ja nicht anders…

Versprochen: Meine erste EL8-Stereoendstufe wird in der ersten Kalenderwoche noch fertig. Das wäre dann der erste von mehreren Bausteinen für ein Zweiwege-Hornlautsprechersystem mit Röhrenweiche. Der Rest kommt im Laufe von 2006. Man sollte jetzt nicht denken, dass ich vom Glauben an die RESO-Lautsprecher mit SABA Greencone-Chassis abgefallen bin. In unserem Wohnzimmer spielen sie immer wieder bezaubernd und wären nur noch schwer zu steigern.

Angeregt durch die MELAUDIA-Leute und noch ein paar andere, möchte ich noch ein alternatives musikalisches System realisieren, das speziell für die großorchestrale Brachialdynamik knapp unterhalb der Schmerzschwelle prädestiniert ist. Damit laboriere ich sozusagen am musikalischen Gegenpol, mit einer ganz anderen Sorte von 'hochempfindlichen' Schallwandlern.


28. Dezember 2005: C3g-RIAA auf der Workbench.

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Mit diesem Aufbau wurde versucht, per Gehör die richtige Eingangskapazität für einen experimentellen Phonovorverstärker zu bestimmen. Dieser ungewöhnliche Apparat von Hans-Peter Völpel hat im Eingang eine Poströhre - die Pentode C3g - gefolgt von einem passiven RIAA-Netzwerk und einer Triode 5687WA. Es ist ein fröhlicher Forschergeist, der einem bewegt, immer wieder neue Konzepte, verschiedene Röhren und Bauteile auszuprobieren und klanglich miteinander zu vergleichen. Die C3g hat insofern überrascht, als sie keine Spur von 'pentodiger Härte' in den Klangfarben hören ließ. Andererseits ist sie weitaus mikrofonischer als ihre robuste Bauart vermuten lässt.

Am einfachsten schaltet man für diesen Hörtest eine stufenlos durchstimmbare Kapazität  parallel zum Eingang, die man solange verändert, bis die Hochtonwiedergabe ausbalanciert ist. Praktischerweise stand ein passender Drehkondensator zur Verfügung, mit einer Kapazität von 10 - 300 Picofarad, wie ihn mancher vielleicht noch aus alten Röhrenradios kennt. (vorne rechts im Bild) In klassischen analogen Radiogeräten diente so ein Drehkondensator früher zur Abstimmung auf einen Sender. Am besten harmonierte die C3g-Phonovorstufe übrigens mit meinem 6P14-Pentodenverstärker.


23. Dezember 2005: Memos von Teilnehmern des European Triode Festival werden sicher nach und nach im Web auftauchen. Ich überlege noch, ob ich eine eigene Seite mit ETF-Links anlegen soll? Mal sehen...

Hier erstmal ein Link zu Thomas Schick's page aus Berlin. Von ihm werde ich einen schönen DIY-Tonarm bekommen, so wie er auf seinen Bildern zu sehen ist. Ich freue mich schon darauf.

thomas-schick.com  (Seite in englischer Sprache)

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÷ Kommentar von Jörn L. aus Hamburg ÷


22. Dezember 2005: Heinz Gelking hat jetzt auch einen Blog.

Es geht darin um LPs, CDs, SACDs und DVDs, um Hifi und manchmal um Bücher. Darüber schreibt er schon seit über zehn Jahren. Man kennt ihn als Autor von image-Hifi
platte11
bezeichnet er als Versuch, eine neue publizistische Plattform zu etablieren. Nicht nur weil es unter Bloggern guter Brauch ist, setze ich spontan einen Link darauf - ich find's interessant und gut gemacht...

platte11.de


20. Dezember 2005: Kraft-Papier“ (nach DIN 53141) Das Rezept alter Meister - ist das das Geheimnis?

Jedenfalls hat man beim Hifi-Lautsprecherfabrikanten HECO gewisse Rezepte der Papiermacher aus den Fünfzigerjahren neu anmischen lassen. Es hat sich wohl herumgesprochen, wie transparent und impulstreu beispielsweise die SABA-Radio-Lautsprecher aus dieser Zeit klingen. Ihre federleichten Membranen wurden damals aus einem Spezialpapier geformt - eine Sorte, die es heute nicht mehr gibt.

Ein bisschen amüsiert war ich schon, als ich den folgenden Bericht von Holger Biermann in Stereoplay las. Der Artikel wird unter dem folgenden Link von Stereoplay als PDF zum freien Download angeboten.
 

Stereoplay (Anm.: leider 2009 nicht mehr auf dem Server)

P.S. Logisch, dass ich viel lieber die alten Originale für meine Lautsprecherkreationen verwende. Sinnigerweise kann ich folgenden Satz direkt aus demselben Artikel zitieren:

"Versuche, diese Chassis-Ikonen nachzubauen, gab’s viele; man darf sie getrost als gescheitert erklären." 

Es ist ja nicht nur das Papier...


10. Dezember 2005: John Broskie's Blog about the ETF05

  tubecad.com/2005/December/blog0055.htm


5. Dezember 2005:


©  Notice: ETF-Logo courtesy of  Jim de Kort

Die Teilnahme am European Triode Festival 2005 war für mich wieder einmal eines der absoluten Highlights des Jahres. Hier, auf die Schnelle, ein paar Fotos und Kommentare.

÷ My ETF05 Pictures & Comments ÷ (Seite in englischer Sprache)


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