Anfang | Philosophie | Konzept | Galerie | DIY | Zu meiner Person | Notizen


-


 :: Seite 46 ::  Bitte blättern Sie weiter durch die Seiten:


8. November 2009: Stockhausen - to go

Karlheinz Stockhausen: Solo für Melodieinstrument und Rück- kopplung Werk Nr. 19 (1965-66) 

Diese einmalige Hörgelegenheit bauten wir noch in unseren Sam- stagnachmittag ein. Das ganze Tagesprogramm in der HfM hätten wir zeitlich nicht 'mitnehmen' können, ein Riesen-Panorama von Bach bis Stockhausen, im Fokus die historische Aufführungspraxis.

÷ Bild groß ÷

Wertvolle Unterlagen zum 'Nachsitzen' zuhause.

Regie-Laptop im Konzertsaal: grafisch, objektorientiert, virtuell.

Das Werk Nr. 19 hatte Stockhausen auf Einladung des japanischen Rundfunks NHK in Tokio komponiert. Es wurde dann 1966 anlässlich einer Feier zum 25-jährigen Bestehen des NHK uraufgeführt.

Die Sender waren damals noch sehr in der Förderung aktueller Musik engagiert. In Tokio ist zur gleichen Zeit auch 'Telemusik' entstanden - dieses Stück würde ich gern auch einmal Live hören.


Hier noch ein Veranstaltungshinweis betr. Stockhausen

Freitag, 04.12.2009

20 Uhr im ZKM | Museum für Neue Kunst
Karlheinz Stockhausen »Strahlen«
Uraufführung anlässlich des Jubiläums 10 Jahre ZKM | Museum für Neue Kunst
Aufführung für einen Schlagzeuger und 10-kanalige Tonaufnahme (2002)
Vibraphon: László Hudacsek


÷ Bild groß ÷

Die Solistin Carolin Hettler variierte ihr Spiel virtuos mit diversen Blockflöten aller Tonlagen. Über einen Ohrhörer bekam sie vom Computer ihre Einsätze angesagt, vielstimmig und zeitversetzt schallte es aus den Lautsprechern zurück.

Das Konzert war wieder einmal S U P E R. Eigentlich war es ja mehr eine Art Workshop. Auch wir als Zuhörer wurden mit einer Menge Unterlagen, Formschemata, Schaltbildern etc. versorgt und konnten uns an den Fachgesprächen, an denen auch der Rektor der HfM teilnahm, beteiligen.

Klangregie: Rainer Lorenz, (Bild oben), Christoph Seibert (Bild unten)

Eingeübt wurde das Stück von Eva Fodor (nächstes Bild)

Die komplexe Zeitsteuerung der Loops und Echos nach der Partitur von Stockhausen wird heutzutage mit dem Computer erledigt, was eine fehlerfreie Umsetzung seines Formschemas ermöglicht. Die Durchhörbarkeit von sich immer wieder neu überlagernden Feedback-Kaskaden lässt sich mit digitaler Tontechnik deutlich besser bewerkstelligen, als es früher mit der analogen Magnetbandtechnik möglich war, da weniger Noise aufaddiert wird.

Stockhausen hat wohl technologische Veränderungen nicht nur zugelassen, sondern selbst eingeführt. So demonstrierte man auch spätere Versionen dieses Stücks von ihm, wo er sich an seine ursprüngliche Partitur nicht mehr hält und die Live-Elektronik-Effekte sogar in einem Studio vorfabriziert. Der Solist spielt beim Konzert nur noch parallel zu dieser Tonkonserve, eine elektroakustische Rück- kopplung findet genau genommen gar nicht mehr statt.

An der früheren Aufführungspraxis mit Tonbandmaschinen, Kontroll-pulten und allein drei Assistenten an den Lautstärkereglern, wie beim NHK in Tokio, scheint heute niemand mehr Interesse zu haben. Schade eigentlich!

Ich sehe die praktischen Vorteile der Digitaltechnik, aber ich bedaure den Verlust riskanter humaner Aktionsmomente, sowie potentieller Fehlerquellen und Artefakte der antiquierten Tontechnik von 1966. Die Computertechnik lässt manch eine Komposition allzu leicht kühl und unlebendig wirken, überlässt man ihr zu viel vom Geschehen.

Die Original-Tonbandmaschinerie im Studio des NHK mit einer viele Meter langen Magnetband-Endlosschleife sieht man übrigens ganz oben auf meinem ersten Bild. Ein Prinzipschema derselben liegt ebenfalls vor. Es gibt sie wohl noch, sie steht bei einem Sammler.


3. November 2009: Bildende Kunst - Nachlese

Am ersten November öffnete die Bildende Künstlerin und derzeitige Stipendiatin des Künstlerhauses Edenkoben, Nanaé Suzuki, ihr Atelier und zeigte aktuelle Arbeiten.

÷ Bild groß ÷

Für uns, als langjährige Freunde des Künstlerhauses Edenkoben ist es immer wieder spannend zu sehen, was die jeweiligen Stipendiaten dort erarbeiten, wie unterschiedlich und individuell sie sich in dem gegebenen Rahmen präsentieren, und wie sie diesen kreativ bespie- len.

÷ Bild groß ÷

So fand auch die Japanerin Nanaé Suzuki dafür eine ureigene hohe Form, wie man am Sonntag in ihrer Ausstellung sehen konnte.

÷ Bild groß ÷

Ihr Hauptthema in Edenkoben war offenbar die dortige Blütenwelt, deren Schönheit, Blüte, Hochzeit und Herbst sie geradezu dramatisch herausarbeitete und wie ganz zauberhafte Lebewesen erscheinen ließ. Man denkt unwillkürlich an Tänzerinnen.

÷ Bild groß ÷

Nicht weniger bezaubernd fand ich ihre Präsentation. Ihre Bilder- serien lagerte sie wie Notenblätter auf altmodisch filigranen Noten- ständern, die frei im Raum standen, was ihre Leichtigkeit noch unterstrich. Ich fand auch diese Idee wirklich schön!

÷ Bild groß ÷

Mein letztes Bild zeigt eine künstlerische Fotoarbeit von Nanaé - eine großformatige Bildfahne, die im Treppenaufgang ihres Ateliers hing. Es zeigt Kletterpflanzen und Schattenspiele, wie es sie auch im Hof des Künstlerhauses gibt. Nun sehe ich sie mit ganz anderen Augen, dank Nanaé.


Kommentar 3. November 2009:
von
Eva-Maria Schön

"Danke für die Nachrichten! Ich bin eine gute Freundin von Nanae Suzuki, ebenfalls Künstlerin in Berlin, und da ich nun Nanae ein halbes Jahr nicht sehe, gefiel es mir sehr, von ´aussen´ einen Blick auf ihre Arbeit zu bekommen,- und ihre Umgebung- was sich ergibt an Lesungen, Treffen usw. die Zusammenhänge nahe der Weinberge. In Berlin sind wir überfüttert, zwar mit viel guten Ausstellungen, Lesungen, Konzerten.... aber die persönlichen Beziehungen muss ich selber flechten, selber meinen Bericht innerlich abhalten, damit ich meine Haltung finde, meinen Standpunkt.

Mit Nanae mache ich immer diese intensiven, spannenden Ausflüge durch Berlin, ausschnitthaft und unvollständig- aber gut für uns, um vieles zu verwerfen und einiges im Kopf zu behalten.

Beste Grüsse,
Eva-Maria Schön"


29. Oktober 2009: Figuration Kopf    

Eine Führung von Prof. David D. Lauer

÷ Bild groß ÷

Treffen vor dem Simonshof in Gleisweiler. ext link icon  simonshof.com

÷ Bild groß ÷

Links der Bildhauer Prof. David D. Lauer rechts unsere Freundin Susanna Iris Weber, die eine großartige Malerin ist. Susanna hatte ein gutes Dutzend Interessierter aus dem weiteren Kreis des Leimener Kunstvereins zusammengerufen.

Zur Vorstellung von Prof. Lauer sei auf seine informative Homepage verwiesen.  ext link icon ddlauer.de  Zu seiner Werkschau in der Raumfabrik Karlsruhe finden Sie ÷ hier ÷ eine ältere Notiz.

÷ Bild groß ÷

Hinter dem Tor des Simonshofs tut sich ein herrlicher Skulpturen- garten mit Großplastiken auf. Steinerne Figuren und Kunstobjekte aus dem Fundus der Familie Sulzer, die hier immer zu finden sind, kontrastieren mit den modernen Metallkörpern von Lauer.

Anders als bei manchen großstädtischen Ausstellungen von David D. Lauer, präsentieren sich seine Werke hier in einem sehr ruhigen und intimen Kontext.

÷ Bild groß ÷

Im Galerieraum von Prof. Sulzer kam man zu Gespräch und Besichtigung zusammen. Zuerst schauten wir uns gemeinsam ein Video an, in dem der Maler Prof. Markus Lüpertz anlässlich des 70 jährigen Geburtstags von David Lauer eine herzlich formulierte Rede hielt, für die er wunderbar poetische Sprachbilder erfand.

÷ Bild groß ÷

Prof. Lauer meinte bescheiden, er wolle lieber seinen Freund Lüpertz etwas über seine Arbeit sagen lassen, der könne das besser, als er selbst.

÷ Bild groß ÷

Nachdem sich der erste Besucherandrang relativ schnell verlaufen hatte, nutzte ich die Gelegenheit, mit dem Künstler über seine Ausstellungsstücke zu sprechen. Meine Frau und ich lieben solche Stücke und können nur unserer Bewunderung Ausdruck verleihen; erschwinglich wären sie für unsere kleine Sammlung kaum.

÷ Bild groß ÷

Gespräche mit solchen hoch stehenden Künstlern sind sehr bereichernd und so lernte ich auch diesmal etwas hinzu: Über die Unterschiede von Bild und Plastik in der Darstellung und in der Betrachtung, über das Zeichnen mit und ohne Computer und vieles mehr.

÷ Bild groß ÷

Links im Bild der Hausherr Prof. Sulzer, der anschließend noch eine Führung durch die Dauerausstellung seines 'Museums für Gestaltung' machte. Siehe auch meine ÷ Notiz ÷ von einem früheren Besuch.

÷ Bild groß ÷


27. Oktober 2009: l'invitation au spectacle 'Soleil blanc'.

Ich darf Sie heute auf diese Veranstaltung von Freunden hinweisen.

÷ Bild groß ÷


25. Oktober 2009: Markenterror

Ich habe mir dreimal überlegt, ob ich auch in meinem Blog etwas über den Fall 'Jack Wolfskin' schreiben soll, über einen Klamotten- hersteller, der sich frech anmaßt, das grafische Symbol einer Tatze für sein Markenzeichen rechtlich exklusiv zu vereinnahmen.

Schließlich möchte ich keine Werbung für dieses Label machen!

Kennt jemand 'Jack Wolfskin' noch nicht? Ich glaube, das ist heute fast schon unmöglich, wo es so viele Leute trendy finden, im urbanen Dschungel der Städte teure Outdoor-Marken zur Schau zu tragen.

Laden in einem Karlsruher Einkaufszentrum

Das betreffende Firmenlogo setzt sich aus dem fetten Schriftzug 'Jack Wolfskin' und einer stilisierten Tatze zusammen, die man sich bei der Tageszeitung taz abgeschaut haben könnte.

ext link icon taz.de     ext link icon taz-logo

Entworfen hatte deren 'Tazzen-Logo' der Designer Roland Matticzk bereits 1979.

Hinter der Firma Jack Wolfskin steckt eine Private Equity Gesell- schaft. In der Öffentlichkeit steht der Geschäftsführer Manfred Hell, der in der Werbung den ehrlichen Naturburschen gibt. Genäht wird in Vietnam und Thailand - soweit ich weiß. Die Firma lässt sich nicht gern in die Karten schauen.

Die taz hatte die 'Tazze' früher vermutlich nur als das angesehen, was sie ist - eine Allmende - und so kamen die Zeitungsmacher auch nicht auf die Idee, sich ihr Logo ausreichend schützen zu lassen. Das übernahm dann später JW umso gründlicher und prozessierte deswegen pikanterweise sogar mit der taz.

Was ist aber der eigentliche Grund meiner Kritik? Letztlich könnte mir diese Marke ja egal sein, da sie meine Lebenswelt nicht direkt tangiert. Mir geht es um die künstlerische Freiheit!

Wolfskin hat beispielsweise kostenpflichtige Abmahnungen an kleine Nähstuben versenden lassen, weil die es gewagt haben, stilisierte Katzenpfoten nebst dem Abbild einer Katze mit Glitzersteinchen auf ein T-Shirt zu applizieren.

Damit benenne ich nur eines von vielen unrühmlichen Beispielen, wo man seitens JW jedes Augenmaß vermissen lässt und Verwechs- lungsgefahr unterstellt. Diese Art der 'Vorwärtsverteidigung' einer Marke kann man ruhig auch als Angriff auf die Rechte der Allgemein- heit ansehen.

Das Schlüsselbild im Jack Wolfskin Emblem ist ja alles andere als unverwechselbar, der konkrete grafische Entwurf lässt keinerlei künstlerische Gestaltungshöhe erkennen. Er ähnelt, schlicht und ergreifend, unspezifischen Abdrücken von Pfoten in der Natur. Dadurch unterscheidet er sich zum Beispiel deutlich vom bekannten Apple-Logo mit dem 'Apfel mit Biss'.

Zwar ist Wolfskin auf Druck der Medien inzwischen ein paar Schläge zurückgerudert, gibt aber seinen 'Monopolanspruch' auf alles, was entfernt wie eine Tatze aussieht, noch lange nicht auf. Ich halte dagegen!


Das folgende 'Kunstwerk' stammt aus meiner eigenen Feder.

Graffito 'bonzo-trail'


Wenn man bei Google mit dem Begriff 'Jack Wolfskin' nach 'News' oder 'Blogs' sucht, kann man sich ein Bild vom Sturm der Entrüstung im Internet machen.


21. Oktober 2009: Neue Musik

"Zu schräg für unser Gehirn. Neue Musik ist anstrengend." So steht es in der Rubrik 'Wissen' in der ZEIT:

ext link icon  zeit.de/.../neue-musik-und-hirn

Die Leser-Reaktionen in Zeit-Online sollte man sich nicht entgehen lassen. Kern-Aussage des Artikels ist ja fast schon: Hör Dir das erst gar nicht an, Du kapierst es ja sowieso nicht.

Christoph Drösser schreibt weiter in der Überschrift zu seinem Artikel: "Neuro- und Musikwissenschaftler erforschen, warum die Klänge von Schönberg, Stockhausen und Cage nur eine Minderheit begeistern."

Ich möchte nur raten, neugierig zu bleiben, dann entwickelt man sich auch musikalisch weiter. Als Kind hatte ich mit Neuer Musik auch noch nichts am Hut, heute macht sie mir Freude.

So wie gestern Abend beispielsweise - ein wunderbares Programm in der HfM. Es spielte Sun-Young Nam am Klavier:


Olivier Messiaen: Nr. XI „Première communion de la Vierge“ aus: „Vingt regards sur l’Enfant-Jésus“
Isang Yun: Interludium A
Johann Sebastian Bach: Präludium und Fuga F-Dur aus WK 2 BWV 880
Chromatische Fantasie und Fuge d-Moll BWV 903
Karlheinz Stockhausen: Klavierstück XII


÷ Bild groß ÷

Die junge koreanische Pianistin Sun-Young Nam war besonders bei den modernen Stücken wirklich stark - das hat uns sehr gut gefallen!

÷ Bild groß ÷

Wenig verwunderlich - bei den Stockhausen-Kursen in Kürten hatte sie gleich zwei erste Preise erspielt, für 'Kontakte' + 'Klavierstück XII'
Derzeit ist sie Stipendiatin der Internationalen Ensemble Modern Akademie.


19. Oktober 2009: Mitbringsel vom Wochenende

Ein Buch von Péter Nádas, ein Flyer von Nanaé Suzuki und eine  Einladung zu einer Fotoausstellung nach Fellbach.

÷ Bild groß ÷

Bücher, Bilder, Musik - all das kommt einem viel näher, wenn man die Autoren, Maler, Komponisten und Musiker persönlich kennen lernt und sympathisch findet. Ich schreibe meinen Blog unter anderem um auf solche Möglichkeiten aufmerksam zu machen.

÷ Bild groß ÷

Am Sonntag betrat ein Herr mit einwandfreiem Schuhwerk die kleine Bühne im Künstlerhaus Edenkoben, schlug mit feinen Händen ein dünnes Büchlein auf und löste damit bei mir  eine Phantasie über das Leben in Budapest aus, wo er zuhause ist. Ich träumte von alten Kaffeehäusern, luxuriösen Schaufenstern und Menschen mit Stil von Kopf bis Fuß und mit höflichen Umgangsformen, wie es sie bei uns gemeinhin kaum mehr gibt.

Noch heute gilt Budapest als Stadt der ungarischen Moderne - auch literarisch.

÷ Bild groß ÷

Jedenfalls sah ich in Péter Nádas einen Repräsentanten dieser Hochkultur. In seiner Lesung aus 'Der eigene Tod' schildert er sein Erleben nach einem Herzinfarkt auf offener Straße am 28. April 1993 in Budapest. Man fühlt sich aber keineswegs unwohl bei diesem Thema, sondern bewundert die Form; die minutiöse Selbstbeobach- tung des Grenzgängers, erlebt seinen Schmerz und die fast kuriosen Begebenheiten am Rande.

Die Schriftstellerin und Übersetzerin Zsuzsanna Gahse übernahm die Einführung und brachte im Gespräch ihre ehrliche Liebe zu den Büchern von Péter Nádas zum Ausdruck.

Das 'Buch der Erinnerungen' nahmen wir vom Büchertisch mit, es war schon vielfach mit den höchsten literarischen Auszeichnungen bedacht worden. Wir freuen uns schon auf die über tausend Seiten!

Nádas studierte zunächst Chemie und arbeitete lange Jahre als Fotograf und Fotoreporter. Und so darf ich Fotofreunde noch auf seine Fotoausstellung in der Galerie der Stadt Fellbach aufmerksam machen.

Eröffnung: Péter Nádas - Fotografien 1959-2003.
Galerie der Stadt Fellbach, Marktplatz 4 Datum: 22. 10. 2009, 19 Uhr


Über die derzeitige Stipendiatin und bildende Künstlerin Nanaé Suzuki hatte ich ÷ hier ÷ schon etwas in meinem Blog notiert. Da ihre Atelierausstellung im Künstlerhaus Edenkoben bevorsteht, möchte ich noch ein bisschen Werbung dafür machen:

Sonntag, 1. November 2009 ab 11 Uhr, Atelier 3

÷ Einladung als PDF ÷


Nach der Matinee und dem Mittagessen in Edenkoben stießen wir noch zu einer kleinen Abordnung des Leimener Kunstvereins hinzu, die sich vor dem Simonshof in Gleisweiler traf.

÷ Bild groß ÷

Der Bildhauer Prof. David D. Lauer, den ich ebenfalls sehr schätze, führte uns persönlich durch seine Skulpturenausstellung in Haus und Garten des Anwesens von Prof. Sulzer. Diese Führung verdient unbedingt einen eigenen Bilderbericht, so bald ich dazu komme.


Heute Abend geht es erstmal ins Schloss Gottesaue.

Die japanische Schriftstellerin Yōko Tawada liest dort aus ihren Werken und erzählt im Gespräch mit dem Publikum von ihrem Umgang mit Sprache. Yōko Tawada ist in Japan sehr bekannt, in Deutschland vielleicht eher ein Geheimtipp.

ext link icon  tawada.de


Nachtrag zu Lesung und Gespräch

÷ Bild groß ÷

Ich bin wirklich froh, dass ich dabei sein konnte! Was war an diesem Abend so besonders? Einige japanische Literatur hatte ich schließ- lich schon gelesen.

Yōko Tawada nahm uns fast zwei Stunden lang mit auf eine Reise durch die Sprachen Deutsch und Japanisch. Sie schreibt nicht nur Essays, Prosa, Theaterstücke, Hörspiele und Lyrik, sondern lotet auch die kulturellen Abgründe und die Verständigungsschwierigkeiten zwischen Japan und Deutschland genauestens aus. Das macht sie so pointiert und spielerisch, so freundlich und verständlich, dass ich von ihrer Kulturanalyse viel mitnehmen konnte.

÷ Bild groß ÷

Das Publikum, in dem auch einige in Karlsruhe lebende Japanerinnen und Japaner saßen, zeigte sich konkret interessiert und stellte zahlreiche Fragen.

Manches prägnante Sprachbild von Frau Tawada hat mir besonders gefallen. Ich versuche mal etwas aus dem Gedächtnis zu zitieren:

"Gedichte sind wie ein Treffpunkt, dem sich jeder aus verschiedenen Richtungen annähern kann."

"Vielleicht ist jedes Wort ein Musikinstrument"

In Japan selbst sind Dichterlesungen übrigens sehr selten.


16. Oktober 2009: Kohl-Brunnen am Gutenbergplatz

Temperatur 7°C, Wind Nordwest 3 Beaufort, Niederschlag 60%.  

÷ Bild groß ÷


12. Oktober 2009: Kunstlicht von Ingo Maurer.

÷ Bild groß ÷

U-Bahn-Station Westfriedhof (U1) in Munich, Bavaria

Das Foto ist leider nicht von mir. Die Ehre gebührt Guido Wörlein (Quelle: Wikipedia)

Ingo Maurer dürfte ja allgemein bekannt sein, denke ich.

ext link icon  ingo-maurer.com


  :: Seite 46 ::  Bitte blättern Sie weiter durch die Seiten:


Anfang | Philosophie | Konzept | Galerie | DIY | Zu meiner Person | Notizen