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24. Juli 2009: Multimedia, Intermedia, Mixed-Media, so nennen sich die Manifestationen einer vom Spartendenken befreiten, modernen Kunst.

Meine frühesten Erinnerungen an solcherart Medienkunst reichen bis zur Intermedia 69 und 'Fluxus' zurück, was ich damals als revolutionär empfand. Meine Neugier auf diesem Gebiet hat seitdem nicht nachgelassen, weswegen mich die aktuelle Ausstellung

 ton:art

 in der Galerie Margit Haupt besonders interessiert hat.

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Bei der Vernissage am 23. Juli scharten sich bereits einige junge Leute um den Eingang, als wir dort ankamen.

Von der Seite ext link icon ton-art-expo.de stammt die folgende Beschrei- bung der Ausstellung:

"Die Ausstellung zeigt aktuelle Arbeiten von Studenten des Instituts für Musikwissenschaft und Musikinformatik der Hochschule für Musik Karlsruhe. Dem Besucher wird ein Einblick in den Bereich der Musikinformatik und den damit verbundenen Technologien ermöglicht. Bei allen Arbeiten handelt es sich um interaktive Klangobjekte und -installationen, die aus der Beschäftigung mit Interface Design, Instrumentenbau und Klangkunst im Allgemeinen im ComputerStudio der HfM Karlsruhe entstanden sind."

Ob meine Bildeindrücke vielleicht noch jemand zu einem Besuch anregen? Die Ausstellung ist noch bis zum 2. August geöffnet!

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Zu Beginn wurde das Stück „Schwellen“ für Flöte(n) und Stereo-Zuspielband von Tobias Wächtershäuser uraufgeführt. Leider habe ich davon kein besseres Foto, bei dem die Flötistin nicht verdeckt ist.

Betritt man die Ausstellung, könnte man vielleicht meinen, man sei nicht in einer Kunstgalerie, sondern in einem Apple-Computer-Store gelandet. Der Showroom ist mit silbrigen Laptops und Screens dekoriert, auf denen die Medien-Kunst läuft. Man muss schon näher treten und mit den Geräten 'spielen', um zu erkennen, was im Einzelnen an Kreativität dahinter steckt. Manche Arbeit erschließt sich auch erst akustisch über Kopfhörer.

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Auf kleinem Raum wird viel geboten, wie man auf der Projektpage nachlesen kann: ext link icon  ton-art-expo.de/exponate

Im Blog stelle ich davon nur eine Random-Auswahl dar.

Wenn man Interesse daran hat, werden einem die Ausstellungs- objekte von den Künstlern persönlich vorgeführt und in ihrer Funk- tionsweise erläutert. Dieses Angebot habe ich am nächsten Tag gerne wahrgenommen, bei angenehmeren Raumtemperaturen und ohne das fröhliche Gedränge des jungen Publikums, das am Vorabend herrschte. Dabei entwickelte sich eine wirklich nette und konstruktive Gesprächsrunde mit ein paar Studenten. Ausgangs- punkt war mein Eindruck, dass es wohl nicht immer ganz einfach ist, solche Computerkunst mit etwas aufzuladen, was der Rezipient als unmittelbar beglückende 'Schönheit', als erhebenden 'Kunstgenuss' oder als 'Bereicherung' erleben kann. Mir scheint, das gelingt der traditionellen bildenden Kunst bislang eher besser, was natürlich nicht gegen die Experimentierfreude spricht.

Nebenbei erfuhr ich  bei dem Gespräch einiges mehr über diese spezielle Abteilung der Hochschule für Musik, die wir bisher im Vergleich zu den klassischen Musik-Fächern seltener in der Karlsruher Öffentlichkeit wahrgenommen haben. Ich fand's gut, dieses Update!

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Bei dem Projekt 'Cycleonium' von Daniel Dominguez kommt Low-Tech-Velo-Mechanik als Klanggenerator zum Einsatz. Mittels Live-Elektronik, die der Pedalritter individuell steuern kann, werden mit Mikrofonen an der Apparatur aufgenommene Geräusche gemischt, verändert, und über frontale Lautsprecher wiedergegeben.

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Ein andermal sind es mächtige, objektorientierte Software-Entwick-lungssysteme, wie bei dem Projekt 'li Fluids' von Vincent Wikström. Hierbei moduliert die Oberflächenbewegung einer virtuellen Flüssig- keit die Klangfarbe vorwählbarer Sounds.

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Die Arbeit 'meta_sonic.in place' von Daniel Dominguez, Florian Vitez und Tobias Wächtershäuser befand sich in einer Dunkel- kammer, hinter dem schwarzen Vorhang, den man oben auf meinen zweiten Bild sieht. Darin war eine Videokamera installiert, die anhand von Echtzeit-Bildverarbeitung die manuellen Bewegungen von farbigen Lichtquellen im Raum in Klänge übersetzte.


Die folgenden Fotos entstanden am selben Abend, im selben Gebäude, eine Tür weiter bei: ext link icon  ferenbalm-gurbruestation.de

Der sperrige Name dieser Galerie leitet sich von einer gleichnamigen Bedarfshaltestelle der schweizerischen Eisenbahn ab. Und so ähnlich funktioniert das System auch hier: Man gibt Signal und wird dann per Fahrstuhl in die oberen Etagen mitgenommen.

Unser zuvorkommender Fahrstuhlführer war einer der Galerie-Inhaber. Es war entweder Sebastian Baden oder Lukas Baden, jedenfalls einer von zwei Zwillingsbrüdern, die sich zum Verwechseln ähnlich sehen.

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Die Tonkunst in diesen Räumen materialisiert sich in greifbar objekthafter Form. Auf dem Foto oben werfen wir einen Blick in den 'Maschinenraum' einer komplexen, so genannten 'Medienorgel' von Bretz/Hollinger, die sich als begehbarer Parcours darstellt.

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Hier ist alles funktional und optisch miteinander vernetzt. Im verglasten Raum rechts sahen wir beispielsweise eine Art elektronische Steuerzentrale der Installation. Klangfilter und Effekt- geräte sind wohl nicht nur elektronisch implementiert, sondern es finden sind allerlei materielle  Manifestationen künstlerisch gestalte- ter elektroakustischer Schallwandler.

Manche Klänge der Medienorgel nehmen ihren Weg durch einen Betonklotz, Kunststofftrichter und Plexiglaskubus, bevor sie an einer ganz anderen Stelle in den Raum austreten. Bilder sind nicht unbedingt plakativ eindimensional im traditionellen Sinn, sie werden teils durch Video-Projektionen überlagert oder sind verkabelt, ohne dass man sofort sieht, was es damit auf sich hat.

Meine Frau und ich freuten uns über diese Galerie-Entdeckung. Die Adresse existiert schon länger, war uns aber bisher entgangen.


20. Juli 2009: Von dem Künstlerdorf Heyri mit seinen von den besten koreanischen Architekten entworfenen Bauten, hatte ich schon in einem Kunstmagazin gelesen. Es liegt etwa eine Stunde von Seoul entfernt, in einem Tal nahe der Grenze zu Nordkorea.

Siehe auch:  ext link icon heyri.net    ext link icon discoveringkorea...

An diesem Ort hat sich ein pensionierter koreanischer Fernsehmann und Musikliebhaber namens In Yong Hwang mit seiner Music-Hall 'Camerata' etabliert. Ich bin wirklich beeindruckt von diesem Haus!

Photo Credit: Seo Moonho

Wo findet man sonst noch ein Musik-Café nebst Bücherstube, in dem die Beschallungsanlage generell aus kostbaren musealen Western Electric PA-Komponenten besteht? Man sieht zudem nur höchst selten so eine herrliche Vintage-Geräte-Zusammenstellung in ästhetischer Harmonie mit einer modernen Innenarchitektur. All das spricht für eine offene Geisteshaltung und einen Schönheitssinn auf der Höhe der Zeit - gefällt mir ganz außergewöhnlich gut!

Im Camerata werden auch Live-Konzerte aufgeführt, das aktuelle Programm findet man im nächsten Link:  ext link icon heyri.net/camerata  

Ich war zwar weder selbst vor Ort, noch sind die folgenden Videos von mir - jetzt weiß ich aber, wo ich in Korea unbedingt hinginge...

Photo Credit: Seo Moonho

Die Videos dürften wohl besonders die Western Electric- und Horn- lautsprecher-Freunde beunruhigen.

ext link icon  youtube.com/video1     ext link icon  youtube.com/video2


16. Juli 2009:  'Windschläge' mit der Klarinettistin Nina Janßen, mit Studierenden des Ensembles für neue Musik unter der Leitung von Prof. Gérard Buquet - dieses ZKM-Programm am gestrigen Mittwoch war schon sehr viel versprechend. 

ext link icon  gerardbuquet.de


Folgende Werke wurden aufgeführt:

  Mauricio Kagel: 10 Märsche um den Sieg zu verfehlen (1979)
  Bernard Parmegiani: De Natura Sonorum (1975)
  Edgar Varèse: Intégrales (1925)
  Pierre Boulez: Dialogue de l'Ombre Double (1985)
  Igor Stravinsky: Symphonie pour Instruments à Vent (1920)
  Marc André: iv3 für Solo-Klarinette (2008)

 


Besonders das Stück von Bernard Parmegiani interessierte mich brennend. Er ist ein Vertreter der 'art des sons fixés' oder auch der 'Musique Concrète'  der noch traditionell mit Tonbandgeräten produ- zierte. Die Klangsignatur solcher 'analogen' neuen Musik gefällt mir meist besser, als die der neuen Computermusik. Ich sollte das aber nicht verallgemeinern.

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Bereits beim Einmarsch des En- sembles für neue Musik auf die Bühne - mit Pauken und Trompeten - als Prof. Buquet mit dem Stab eines Tambourmajors den Takt an- gebend, betont zackig voranschritt, gab es den ersten Applaus.

Es war seine szenisch perfekte Ein- leitung zu: '10 Märsche um den Sieg zu verfehlen'.

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Hier bekommt man einen Eindruck von Nina Janßen bei ihrem Soloauftritt, bei dem auch die herabhängende Fahne aus Alu- miniumfolie eine klangliche Funktion hatte. Wie Nina Janßen beispielsweise in 'Dialogue de l´ombre double' zwischen einem vorproduzierten Zuspielband und Live-Impulsen changierte und was sie dabei an Klangbildern bot, war wahrhaft bezaubernd - sie ist eine große Meisterin!

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Bravo et merci: Meine Frau und ich bedanken uns herzlich bei Gérard Buquet, beim Ensemble für neue Musik und bei allen anderen Mitwirkenden für das wunderbare Konzert!


15. Juli 2009:  ext link icon hfg-karlsruhe.de/news/sommerloch-09

Vom sprichwörtlichen Sommerloch spüren meine Frau und ich in unseren Terminkalendern nichts, es ist eigentlich pausenlos, das ganze Jahr über, viel geboten.

Bei der gleichnamigen Veranstaltung der Hochschule für Gestaltung reichte es uns am Eröffnungsabend daher auch nur für einen Schnelldurchgang und für die Einführung von Prof. Peter Sloterdijk. Sloterdijk lasse ich mir nur ungern entgehen, denn fast immer bleibt etwas von seinen amüsanten Bonmots bei mir hängen.

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Nicht weniger interessant fand ich es aber, mit drei jungen Exper- tinnen über die Ausstellung zu sprechen, wie es sich tags darauf zufällig ergab.

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Manche Arbeiten kann man erst dann richtig würdigen, wenn man sie erklärt bekommt ...fand ich spannend! Es gibt aber auch genug Gegenstände zu sehen, die man sofort einpacken, mitnehmen und zuhause benutzen würde.

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Beispielsweise fanden wir die Bow-Bins von Cordula Kehrer besonders gelungen. Sie bestehen aus Fragmenten von kaputten Plastikeimern, die mit Flechterei aus Weide, Binsen oder Rattan kunstvoll 'geflickt' und dadurch veredelt werden.

Auch den gedanklichen Ansatz, wie er auf Karte 25 dargelegt wird, fanden wir sehr konstruktiv und sympathisch.

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Man erkennt es vielleicht nicht auf den ersten Blick: Dieser edel wirkende Wire-Chair basiert formal grundsätzlich auf dem weißen Aurora-Plastikstuhl. Ja, das ist genau der, den jeder kennt, weil er sich virenartig über die ganze Welt ausgebreitet hat und zu deren Ödnis beiträgt.

Auf dem Bild sieht man im Hintergrund weiße Bänder, welche tausendfach von der Decke hängend, die Ausstellungsräume locker strukturieren. Sie funktionieren als durchlässige Raumteiler, mit einer ganz zwanglosen Besucherführung. Diese schöne Idee kam von Hanna Antemann - auf meinem zweiten Foto die junge Dame rechts.


13. Juli 2009: Das Schloss Scheibenhardt liegt versteckt hinter einem landschaftlich wenig reizvoll sich ausbreitenden Golf-Green im Süden von Karlsruhe.

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Von der nahen L605 ist es nicht einsehbar, also kam ich auch noch nie auf die Idee, dort einmal abzubiegen.

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Schloss Scheibenhardt ist aber auch kein Ort, der sich zur allgemeinen Besichtigung anböte, es beherbergt Ateliers der Staatli- chen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe.

ext link icon  kunstakademie-karlsruhe.de

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Wenn wir gestern nicht zum Sommerfest in die offenen Ateliers der Studenten eingeladen worden wären, hätten wir dieses stattliche Anwesen vielleicht noch lange nicht entdeckt.

Das wäre schade gewesen! Denn hinter dem Schloss mit seinem morbiden Charme finden sich herrliche Wege in Wald und Wiesen, die zu weiteren Exkursionen einladen. Mit dem Fahrrad sind es von uns aus knapp 20 Minuten bis dahin.

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Wir waren am Vormittag recht früh in den verstaubt stuckverzierten Zimmerfluchten unterwegs, noch vor den übrigen Besuchern, so dass wir ganz in Ruhe und ganz ungestört einen Blick auf die vielen ausgestellten Bilder und Objekte werfen konnten. So ist es mir am liebsten.

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Viele malerisch hoch stehende und originelle Arbeiten fanden dabei unsere Bewunderung.

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Manches Objekt war vielleicht auch eher spaßhaft gedacht, wie zum Beispiel ein kleines schwarzes 'Trojanische Pony' das rechts unten auf meinem letzten Foto zu sehen ist. Dass es ein Pony darstellen soll, erfuhren wir von seinem Schöpfer, Janes Gärttner.


Schloss Scheibenhardt wurde im Jahre 1698 von Franziska Sibylla Augusta in Auftrag gegeben. Sie war die Ehefrau des legendären 'Türkenlouis' und ließ unter anderem auch das hübsche Schloss Favorite in Rastatt errichten.

Photo: gemeinfrei, Quelle: Wikimedia Commons  ÷ Bild groß ÷

Das Schlösschen Favorite ist mit Scheibenhardt nicht vergleichbar, da es seine prachtvoll restaurierten Innenräume dem Publikum öffnet und zudem auch kulturell bespielt wird. Es ist von einem zierlichen englischen Garten umgeben, mit Wiesen, Teichen und Wasserläufen - ideal für einen unangestrengten Sonntagsspaziergang.

Also very important: Im kleinen, gepflegten Café am Eingang zum Park gibt es die köstlichsten Torten.  ext link icon schlosscafe-favorite.de

Photo Credit: Anke Hüper, Quelle: Stadtwiki Karlsruhe


8. Juli 2009: Musik, Bildende Kunst, Literatur - die Rangfolge meiner privaten Liebhabereien hat sich in letzter Zeit fast unmerklich verschoben. Kam früher die bildende Kunst zuerst, steht mir nun die Musik näher und ich verwende mehr Aufmerksamkeit dafür.

Im Moment denke ich übrigens gerade über ein neues 'Special' meiner Homepage nach, eine einzelne Seite, wo ich ein Audio-Konzert-Projekt bei uns Zuhause ausführlich darstellen kann. Es ist wahrscheinlich mein wichtigstes Audioprojekt in diesem Jahr, für das ich vorher auch noch einige Reso-Lautsprecher bauen muss. Insgesamt brauche ich am Konzertabend acht Stück davon.

Ich nenne die Page mal Musikwerkstatt.


Hier geht es zum 'Special'  ÷ Musikwerkstatt ÷


Musique pour installation domestique = Haus-/Zimmer- & Kammermusik.


Sonntag, den 5. Juli 2009, Edenkoben

Das folgende Foto  nahm ich anlässlich des Abschlusskonzerts des internationalen Workshops für Dirigenten und Komponisten im Herrenhaus Edenkoben auf. (Leitung: Peter Eötvös und Zsolt Nagy).

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So viele einmalige Konzerte, so viele Uraufführungen, die wir erlebten, so viele nahe Begegnungen mit Musikern, Komponisten und Dirigenten, allein schon in diesem Jahr - das ist einfach enorm und macht viel Freude.

Nicht zuletzt das Herrenhaus, erwies sich dabei immer wieder als höchst angenehmer Veranstaltungsraum mit einem ganz hervor- ragenden Programm. Info-Page: ext link icon  herrenhaus-edenkoben.de...


6. Juli 2009: Briefwechsel mit Thomas Schick aus Berlin

Betr.: School of sound

"Hallo,
hier eine große statische Webseite...
ext link icon 
thomas-schick.com.school...

Photo credit: Thomas Schick (Location: School of sound)

Dort habe ich Knut Becker kennen gelernt. Dieser macht fantas- tische Aufnahmen für sein HARP Label. Mit einem Stereomikrofon. ext link icon gert-anklam.de...

Gert Anklam solo, toll. Leider gibt es so gut wie keine Infos im Internet. Er möchte wieder Aufnahmen in der Kirche machen, in der bereits Eterna viele Klassikaufnahmen gemacht hat.
ext link icon ev-kirche-oberschoeneweide.de

Ich habe einen Sampler mit verschiednen Aufnahmen, die dort entstanden sind. Allesamt sehr gut. Aber auch hier gibt es keine weiteren Infos ext link icon edel.de...  (berlin classics 0183872bc)

Schönen Sommer noch. Grüße nach Karlsruhe.
Thomas"


Antwort an Thomas

Lieber Thomas, Danke für die Hinweise!

Wenn ich so an die Zeit um 2003 zurückdenke, als wir uns auf dem damaligen European Triode Festival kennen gelernt haben, dann hat sich seitdem die DIY-Szene bzw. die Alternative-Audioszene in Deutschland ganz schön weiter entwickelt und ausdifferenziert.

Heute gibt es bei uns auch noch das Frickelfest, Schall & Rauch, School of sound - um nur ein paar der neueren Versammlungen der Audio-Mafia zu nennen.

Wenn ich mir die Bildreportagen von diesen Treffen ansehe und mitbekomme, wer alles von den netten Bekannten dabei war, überkommt mich schon manchmal ein Bedauern, nicht ebenfalls mit von der Partie gewesen zu sein.

Es macht mir natürlich - nach wie vor - viel Spaß, all die sympathischen mp3-Verächter mit ihren sagenhaften Vintage-Tech- Aufbauten zu sehen.

Andererseits habe ich nach nunmehr fast zehn Jahren die Ent- wicklungsarbeit für meine private Musik-Höranlage weitestgehend abgeschlossen.

Heute möchte ich mich stärker der künstlerischen Aufführungspraxis zuwenden, indem ich meine Kreationen und Fertigkeiten noch unmittelbarer in den Dienst der Kunst stelle. Für diese Ambitionen finde ich in den oben genannten Meetings keine Anregungen oder Aufmerksamkeit mehr. Mich zieht es daher schon länger in die Netzwerke für 'Neue Musik'.

Bei meinem musischen Vorbild Susumu Sakuma gefiel mir schon immer seine Idee, öffentliche Audio-Konzerte mit einer 'dezidierten' Audiotechnik aufzuführen; eine Musikanlage, die ganzheitlich einer bestimmten Musikart oder einem einzelnen Komponisten gewidmet ist. Exemplarisch steht dafür bei Sakuma 'Der Verstärker für Johann Sebastian Bach'. Leider konnte er ja meiner Einladung vor Jahren, aus Japan anzureisen und ein Audiokonzert im ZKM zu geben, aus gesundheitlichen Gründen nicht nachkommen.

Ich werde meine eigenen Tonkunst-Projekte bald ausführlich im Blog darstellen. Momentan ist ein Hauskonzert bei uns geplant, für das der französische Komponist und Mathematiker René Bastian die elektronische Musik schreibt. Es soll ein Werk für mehrere räumlich verteilte Lautsprecher, Verstärker und menschliche Operateure aufgeführt werden, das dediziert für meine Reso|Beta Lautsprecher und Röhren komponiert ist. Die Vorbereitung wird sicher noch ein paar Monate in Anspruch nehmen.

Mit freundlichen Grüßen, Johannes


6. Juli 2009: Mehr als ein, zwei Mini-Reportagen pro Woche für meinen Blog aufzubereiten, schaffe ich einfach nicht. Und so wusste ich heute keinen anderen Ausweg, als beherzt die Löschfunktion meiner Kamera zu drücken. Zwei eher ungewöhnliche Orte der Kunst-Rezeption möchte ich jedoch nicht unerwähnt lassen: Einmal geht es ins Foyer einer Klinik und ein andermal in einen Uni-Hörsaal.

3. Juli - Vernissage der Ausstellung von Inga Holst (Bildmitte) im Städtischen Klinikum Karlsruhe. Die Ansprache hielt Roswitha Zytowski, Magistra Artium (M.A.). Links vorne Ulrich Meier, der kaufmännische Geschäftsführer des Städtischen Klinikums.

ext link icon inga-holst.de

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Die wunderschönen, teils großformatigen Arbeiten von Inga Holst werden dort für drei Monate zu sehen sein. Nach meinen Empfinden passen diese Gemälde mit ihrer feinen Zeichnung und dem zarten Farbklima so gut in das medizinische Zentrum für Kinder und Frauen, als wären sie dafür gemacht.


Im Gerthsen-Hörsaal (Gebäude 30.21) der Uni waren wir auch noch nicht gewesen. Und wir hatten auch noch nichts vom Collegium Musicum gehört.  ext link icon  collegium.uni-karlsruhe.de

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Das Foto nahm ich vergangenen Samstag anlässlich eines Semesterkonzerts mit Werken von Sibelius, Wagner, Groendahl und Beethoven auf. Ein beeindruckendes Orchester im vollbesetzten, 700 Plätze fassenden Hörsaal. Der Eintritt zu diesen Konzerten ist frei.


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