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Dezember 2005: "The Leading Edge for Advanced Phono Amplifier DIY" - so lautet die Überschrift eines Testberichts in TNT-Audio. Hartmut Quaschik hatte sich drei Stepup-Trafos vorgeknöpft, Marke Jensen, Tribute und LeBong.
Nebenbei erfuhr ich von dem
üblen Gerücht, ich würde meine Trafo von Amplimo beziehen. Zwar hatte
ich mal die Amplimo TM3 Stepups billige Einsteigertrafos erwähnt,
sie spielen aber nicht in der Top-Liga. Meine
eigenen MC-Trafos werden bei einer ersten deutschen Adresse exklusiv für mich gefertigt -
und das hört man ja schließlich auch. November 2005: Feedback aus Anwendersicht. Herr Jörn L. aus Hamburg, der eine Audiokette aus meiner Manufaktur besitzt, hat sich dankenswerterweise die Mühe gemacht, ein differenziertes Urteil darüber niederzuschreiben.
Ich darf seine eMail an mich zitieren. Da es sich um einen längeren, bebilderten Text handelt, finden Sie diesen auf einer eigenen Seite: Ein kleiner Exkurs: Wahrnehmung von feinsten Tönungen, das Helle und das Dunkle, darum geht es in dem Büchlein von Tanizaki Jun'ichiro mit dem er den Leser für die japanische Ästhetik sensibilisiert. (ISBN 3-7175-4039-4)
November 2005: Haben Elektronenröhren einen Eigenklang? Die meisten Techniker würden es sicher als Voodoo abtun, wenn man so etwas behauptet. Ich bewege mich selber auch lieber auf dem Boden der wissenschaftlich nachprüfbaren Tatsachen. Andererseits - da gibt es subtile Klangnuancen, die man viel besser hören kann, als messen. Also: drei Stück von einer Sorte liegen oben auf dem Tisch. Im Einzelnen eine ECC83 von JJ aus neuer Fertigung, eine alte amerikanische 12AX7 von RCA und eine russische 12AX7 Military Grade. Alle drei Typen kann man beispielsweise in meine Phonovorstufe stecken, da sie technisch 100% kompatibel sind. Gehörmäßig sind sie es aber nicht! Sie geben dem Klang etwas mit, was mit ihrer Feinstofflichkeit und ihrem inneren Aufbau zu tun hat. Ähnlich wie ein Gourmetkoch seine Aromen komponiert, so kann man auch den Klang von Röhrenverstärkern mit verschiedenen Röhren nach Gusto abschmecken.
Die JJ macht zum Beispiel den Klang meiner Vorstufe etwas wärmer, die RCA spielt sehr klar und unauffällig, wohingegen die Russin eine härtere Gesangsstimme hat. Das ist aber nur eine grobe Charakterisierung! Jedenfalls empfinden es meine Hörnerven so. Die russische Röhre hat übrigens von den dreien die kleinsten Elektroden, was aber nicht heißt, dass sie am wenigsten brummempfindlich wäre. Am wenigsten mikrofonisch erwies sich die RCA, obwohl gerade die JJ als spezielle Low-Noise Type ausgewiesen ist. Selber hören ist eben durch nichts zu ersetzten. Und die drei Fabrikate, die ich hier aufgeführt habe, sind noch längst nicht alles, was ich probieren könnte. Da hätte ich noch Siemens, Industrija-Elektronska u.s.w. Muss mal nachschauen... November 2005: EL8-Kraftverstärker in der Abhöre. Für den
von mir verehrten japanischen Audiokünstler
Gerade so kann man sich auch ein Rendezvous mit der Lautsprecherröhre EL8 vorstellen. Sie tritt im elegant graphitgrau glänzenden Kleid auf und unterstreicht damit ihre ausgesprochen hübsche Figur. Es ist eine so genannte Strahlbündel-Endtetrode, die im März 1949 von den PHILIPS VALVO WERKEN erstmals vorgestellt wurde und Anfang der Fünfzigerjahre im legendären HEINZELMANN von GRUNDIG größere Verbreitung fand.
Dipl.-Ing. Hans-Peter Völpel, mit dem ich befreundet bin, baute das
oben abgebildete Schmuckstück in seiner Elektronikfirma.
Eine Handvoll NOS-Bauteile im zeitgenössischen Design der Röhrenära und das Druckguss-Gehäuse für dieses Unikat steuerte ich zu diesem Projekt bei. Der Rest, wie auch die Röhren, fand sich im Materiallager von Hans-Peter.
Die Schaltung ist im Wesentlichen althergebrachter Standard. Die klassischen Röhrenschaltungen, wie man sie in vergilbten antiquarischen Büchern findet, sind auch heutzutage schwerlich zu übertreffen. In der peripheren Beschaltung darf es freilich schon mal etwas mehr sein. Hier trägt moderne Halbleitertechnik ihr Scherflein zur Ruhe im Klangbild bei. Im Netzteil findet sich beispielsweise eine Gyrator-Schaltung anstelle einer Drossel. Es gibt aber auch noch andere raffinierte Schaltungskniffe von Hans-Peter die diesen Verstärker auszeichnen. Doch wie ist nun der erste Höreindruck? Klanglich meine ich an den hochempfindlichen Reso|Beta unterschwellig herauszuhören, dass es so etwas ähnliches wie eine Pentode ist. Ihr Ton ist eine winzige Wenigkeit härter als der meiner Trioden. Ihr Charisma liegt in der Durchsetzungskraft und Kontrolle. Wenn ich mir überlege, wozu diese Röhrenpersönlichkeit passt, könnte ich mir vielleicht vorstellen, sie in einem Hornsystem-Projekt über eine Aktivweiche mit dem Basslautsprecher zu verheiraten. Den Hochtöner verbinde ich lieber mit einer besonders fein auflösenden Triode 1626.
Die EL8 Beam-Power-Tube hat ja schon etwas mehr Dampf als eine 1626er
Triode. Mit den CORNU Spiralhörnern von Dipl.-Ing. Daniel
Ciesinger
Den neuen Amp werde ich zum European Triode Festival im Dezember mitnehmen, damit er bei dieser Gelegenheit an verschiedenen Audio-Zusammenstellungen der anderen Teilnehmer ausprobiert werden kann, wenn jemand Lust dazu hat. Oktober 2005: Exemplarische Installation bei Jürgen B. Hier
möchte ich einmal eine Anlage vorstellen, von der ich Fotos zur Hand
habe. Ein 6P14-Pentodenverstärker, den ich konstruiert habe, ist hier in ein Rack aus USM-Haller Systemteilen eingebaut. Er steht felsenfest mit drei Beinen auf Granitbalken und Ceraballs. Angeschlossen sind hochwertige Bausteine, ein NAIM CD-5 Player und Lautsprecher von NAIM, die im Hintergrund sichtbar an der Wand hängen
Ein Blick von hinten auf die Verkabelung zeigt den akkuraten Aufbau von Jürgen B. Vorher werkelte übrigens an dieser Stelle ein NAIM-Verstärker.
Herr B., der ein absoluter Designkenner und Hifi-Ästhet ist und der auch noch eine Menge anderer edler Audiosachen besitzt, sagt über seinen neuen 6P14-Pentodenverstärker von LeBong: "Er spielt so betont lässig, dass man sich gar keine Gedanken mehr darüber macht, was er eigentlich kann - oder was er nicht kann..."
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