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Oktober 2005: Further Projects II

Nach dem Urlaub habe ich mir zwei Projekte vorgenommen.

Ich freue mich schon sehr auf das bevorstehende European Triode Festival www.triodefestival.net in Langenargen im Dezember, wo sich die internationale DIY-Community drei Tage in geschlossener Gesellschaft trifft.

Diesmal wurde von den Organisatoren ein 'Phonostage Shoot Out' angesagt - ein lockerer sportlicher Wettbewerb, zu dem einige Mitglieder der Triode-Mafia ihre besten Phonovorstufen mitbringen und zum Duell antreten lassen. Da für diese Phonovorstufen bestimmte technische Voraussetzungen definiert wurden, damit sie zum ETF-Testaufbau passen, werde ich eine besondere Phonovorstufe eigens für diese Veranstaltung bauen...

Hier schon mal Erlkönig-Fotos von meiner 'Geheimwaffe' - unten beim nächtlichen Test Drive geblitzt. Das Aktivteil hat einen speziell beschaltetem DIN-Eingangsstecker, das Netzteil sitzt im separaten Abschirmgehäuse.


Oktober 2005: Further Projects

Pläne für eine röhrisierte aktive Frequenzweiche liegen auch noch bei mir in der Schublade. Ich orientiere mich dabei prinzipiell an klassischen Entwürfen, die mit heute möglichen Verbesserungen und Veränderungen umgesetzt werden. Untenstehend ein Bild einer Vintage-Weiche, damals entwickelt von Saul Marantz (Model 3)

Meine neue Weiche habe ich für größere Zwei-Wege-Hornsysteme gedacht, wie sie in meinem Bekanntenkreis häufiger anzutreffen sind. Ich meine damit Horn-Lautsprecher etwa in der Art wie die ALTEC A7 Voice, die nach meiner Bobachtung oft mit passiven Weichen (System HIRAGA) betrieben werden.


Im September 2005 stand einmal mehr die bildende Kunst im Mittelpunkt und ich habe mich weniger um meine Tontechnik gekümmert. Gemeinsam mit meiner Frau besuchte ich zahlreiche Ausstellungen und Kulturtreffs. Ein kurzer Urlaub führte uns an den Bodensee, wo wir das herrliche Herbstwetter mit Touren auf den Mountainbikes genossen. Unser Feriendomizil hatte Geheimtipp Qualitäten - ich möchte es daher Kunstfreunden und Genießern empfehlen.

Das Gästehaus Vayhinger in Möggingen besticht nicht nur mit seinen stilvollen Zimmern - möbliert mit modernen Klassikern. Hinter dem rustikalem Fachwerkhaus verbirgt sich auch noch ein romantischer Skulpturengarten. Man schaut von da auf eine strenge Beton-Glas-Architektur. In diesem Anbau befindet sich eine sehr schöne Kunstgalerie, sowie ein feines kleines Restaurant. Regentage könnte man mit dem Schmökern in der reichhaltigen Kunstbibliothek der Vayhingers verbringen.

Die aktuelle Ausstellung der Galerie Vayhinger war genau nach unserem Geschmack. Man zeigte unter anderem große Formate von Otte Mark. Hier ein Bild mit dem Titel 'Schamhafte'.

Die nähere Umgebung am Mindelsee hat dem Kunst- und Naturfreund darüber hinaus viel zu bieten. Besonders  sehenswert fanden wir die Museumsstadt Winterthur, dort speziell das Fotomuseum und die Sammlung Oskar Reinhard am Römerholz.


Juli 2005: Besuch in der Schweiz bei Prof. Jürg Jecklin im Guardino del Souno

Prof. Jecklin dürfte vielen Hifi-Enthusiasten bekannt sein - durch seinen elektrostatischen Kopfhörer (dem Jecklinfloat von 1971), als Buchautor (das Lautsprecherbuch von 1967), sowie durch zahlreiche tontechnische Erfindungen. Daneben gehen viele ganz hervorragende Schallplattenaufnahmen mit Weltstars auf sein Konto.

Ich traf ihn in einem 'walled garden' im Bergell, einer Landschaft, die vielen als das schönste Hochtal Europas gilt. Unweit vom Comersee gelegen, auf dem Weg von Mailand nach St. Moritz, in der Heimat der Künstlerfamilie Giacometti. Jürg Jecklin stammt ebenfalls aus dieser Gegend.

An diesem herrlichen Ort startete dieses Jahr das Projekt Giardino del Suono im Park des Palazzo Castelmur. Es handelt sich dabei um eine kunstvolle moderne Audioinstallation in der Tradition der klingenden Gärten des 18. und 19. Jahrhunderts.

Prof. Jecklin nahm sich freundlicherweise die Zeit, meiner Frau und mir die eingesetzte Tontechnik bei einer privaten Führung zu erklären und uns Sound-Proben von seinen Tonmeister-Studenten vorspielen zu lassen. Er unterrichtet derzeit in Wien am Institut für experimentelle und elektroakustische Musik. 

Darüber hinaus bot sich auch noch eine spannende Gelegenheit, mit dem Altmeister - der sich sehr aufgeschlossen zeigte - allgemeine Audio-Themen zu erörtern und Projektideen 'weiter zu spinnen'.

Mit dieser permanenten Installation entstand eine weitere Attraktion im Bergell für Kunst- und Musikfreunde.


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