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Mit der Rubrik Notizen habe ich 2005 eine Art Erzähl-Weblog angefangen, wo ich in loser Folge aufschreibe, was mich in den Bereichen Lebenskultur, Kunst, Umwelt und Technik beschäftigt. Im engeren Blickwinkel liegen Musik- und Audiothemen - aber nicht nur. Dinge ändern sich ja, Interessen sowieso.

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5. Februar 2012: Das tolle Hauskonzert, das unsere Freundin Yu-Ying 2009 zusammen mit Kolleginnen bei uns gab, als sie noch hier an der Hochschule eingeschrieben war, bleibt unvergessen. Jetzt ist sie schon wieder eine ganze Weile zurück in ihrer Heimat Taiwan.

Wir haben uns auch schon vorgenommen, sie eines Tages dort zu besuchen - wenn auch nicht in diesem Jahr. Kürzlich schrieb sie uns, dass sie neben der Lehrtätigkeit im Percussion-Duo 'Nana Formosa' auftritt. Auf der Homepage dieser Formation, die uns sehr gut gefällt, findet man einige Bilder und Videoclips der beiden ausgezeichneten Perkussionistinnen. Die Texte sind teils in englisch. Eines ihrer nächsten Konzerte in Europa ist in Lyon.

ext link icon nanaformosa.com


4. Februar 2012: Anfang Februar hat es nun auch bei uns 10 Grad unter Null, so dass ich nur ungern ausgehe.

Ich hoffe, der Musentempel ist gut geheizt. Morgen Abend gibt es dort eine Aufführung des Ensemble Anprall (Freiburg) mit dem Projekt "variaciones". Gespielt werden Komponisten, die mich sehr interessieren: Igor Strawinsky, Johann Jakob Froberger, Olivier Messiaen, Henry Purcell, Mauricio Kagel, Maurice Ravel, Gilbert Amy, Henri Dutilleux.

Bildzitat von der Website des Musentempels

Der Musentempel ist das Domizil des Tonkünstlerverbandes Karlsruhe und des Piano-Podiums. Die ehemalige Lagerhalle wurde vor einigen Jahren mit Hilfe der Stadt und vieler Spender in einen kleinen Konzertsaal verwandelt, von denen es im Westviertel nur wenige gibt. Gut 20 Minuten Fußweg durch die Kälte. Meine Eintrittskarte habe ich mir schon zurücklegen lassen.


3. Februar 2012: Ein Becher aus grauem Steinzeug

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Er kam durch liebe Hände aus Japan zu uns und wurde zu einem der wertvollsten Objekte unserer häuslichen Sammlung - ein kostbares Symbol unserer herzlichen Verbundenheit mit den Menschen in Japan.

Bildzitat: City Homepage von Mashiko

Bei unserer letzten Japanreise hatten wir das 'Togichi Prefectural Museum of Fine Arts' sowie verschiedene Künstler-Ateliers in Mashiko besucht, eine Gegend, die für ihre Tonwaren berühmt ist. Nach dem Erdebeben wurden wir durch Fotos in lokalen Weblogs einer fürchterlichen Zerstörung gewahr; keramische Arbeiten die wir vorher noch mit eigenen Augen gesehen hatten, lagen zersplittert am Boden, Brennöfen waren ebenso gründlich ramponiert wie Häuser.

Photo: Credit Harvey Young

Ich erzählte unserer Freundin Ai Aoki davon. Sie war gleich nach dem Desaster geflüchtet und wohnte ein paar Monate bei uns. Die mitleiderregenden Bilder aus Mashiko brachten sie auf die Idee, den Erlös eines Benefizkonzerts, das sie zusammen mit der Sängerin Yurika Waseda gab, an zwei Töpfer aus Mashiko zu schicken. Wir fanden das besser als eine Spende an eine große Hilfsorganisation. Jetzt freuen wir uns sehr über die Nachricht, dass Meister Yamai Sai's Brennofen schon wieder aufgebaut ist - aus seinem Brand stammt dieser Becher. Ai hat ihn uns als Zeichen ihrer Dankbarkeit verehrt. Das ist eine Geschichte die uns sehr berührt!


2. Februar 2012: Vorfreude

Ich freue mich schon sehr auf unser Hauskonzert am 3. März! Das wird ein sehr spannendes Programm, welches ich in den nächsten Tagen noch aufschreiben werde. Möglicherweise ist sogar eine Uraufführung dabei, mit moderner elektronischer Komposition. Gestern Abend besuchte mich der Tonkünstler Chikashi Miyama und wir machten eine technische Probe mit meinen Röhrenverstärkern und Lautsprechern. Aufgrund der Raumsituation und der Zahl der Gäste entschieden wir uns für eine vierkanalige Tonwiedergabe. Acht Kanäle wären zwar auch möglich gewesen, aber meine Lautsprecher würden zu viel Platz beanspruchen. Chikashi Miyama wird hier auch noch sein interaktives sensorisches Instrumentarium aufstellen. Der zweite Raum gehört an diesem Abend der Perkussionistin Rie Watanabe.

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Technisch hat alles geklappt und ich weiß jetzt, welche Strippen ich ziehen muss. Das RME-Soundinterface wird uns freundlicherweise für das Hauskonzert vom ZKM | Institut für Musik und Akustik geliehen, wofür wir uns sehr herzlich bedanken!


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