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7. Oktober 2006: Im Juni hatten wir Audiofreunde in Wien besucht und bei dieser Gelegenheit den gut gelaunten Senior Franz Egginger näher kennen gelernt. Er ist ein echter Musik- und Röhren- kenner! Franz lud uns ein, für ein paar Tage nach Graz zu kommen. Er bot sich als Führer durch seine Heimatstadt an und versprach, uns mit einigen interessanten Menschen zusammen zu bringen. Wir sind seiner Einladung natürlich sehr gerne gefolgt. Franz hatte alles auf das liebenswürdigste arrangiert, man brauchte sich also um rein gar nichts zu kümmern. Auf dem Foto unten sieht man
meine Frau Andrea an der Seite von Franz bei der Ankunft vor dem Gasthaus Stoffbauer.
Das
÷ Bild groß ÷ :: Zuhause bei der Familie EggingerBei einem 'kleinen Braunen' und einem Stück frischer Original- Sachertorte mit 'Schlagobers' lernten wir als nächstes die liebe Hausherrin Gertrude kennen. Eggingers sind zwar nicht mehr die jüngsten, aber sie sind beide beneidenswert fit, aktiv und sportlich. Das Wort 'Kaffee' wird in Österreich übrigens mit allen sechs Buchstaben ausgesprochen. So hörten wir öfter, dass man bei uns Karlsruhern das letzte 'e' vermisst, wenn wir mal 'Kaffee' sagen. :: Die Audiosachen von Franz Egginger Martin Vorhofer aus Wien hatte mich schon sehr neugierig auf die Musikanlage seines väterlichen Freundes Franz gemacht, indem er meinte, er habe noch nirgendwo einen schöneren Klang gehört. Die Audiosachen von Franz einmal selbst anzuhören und anzusehen war einer der Hauptgründe für unsere Reise. Ich ließ mir also alles ausführlich erklären. Leider kann ich in meinem Weblog nur eine unvollkommene Kurzfassung davon bieten.
Eintakt-Kraftverstärker mit jeweils zwei ungleichen Endpentoden E2D parallel. Einmal Siemens, einmal Valvo - so klingt's am besten... Ruckzuck zieht und steckt Franz die Endröhren und die Gleich- richterröhren. Wenn es sein muss, im laufenden Betrieb. Auf diese Weise kann er die klanglichen Auswirkungen am besten demon- strieren. Seinen stabilen Schaltungen macht diese Behandlung offenbar nichts aus. Es knackt und knistert ein wenig - mehr passiert nicht.
Vorstufe mit passiver RIAA. Im Signalkreis 6 Stück 5A152 nebst Röhrengleichrichter. Bei den 5A152 handelt es sich um alte Poströhren. Franz hat sie für Hifi-Zwecke entdeckt und auch andere Bastler damit versorgt. Man benutzte diese hochzuverlässigen Röhren früher in speziellen Koaxialkabel-Aufholverstärkern. Im gebirgigen Österreich musste man sehr viele dieser Repeater in der Erde vergraben, um auch abgelegene Täler kommunikationstechnisch zu erschließen. Franz war früher einmal Chef von einem österreichischen Wahlamt.
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In seiner ganzheitlichen, nicht nur eindimensional technologisch verengten Sichtweise, in der spielerischen Auswahl unkonventioneller Röhren und in der klanglichen Abstimmung, meine ich bei Franz Egginger gewisse Gleichheiten mit meinem künstlerischen Vorbild Sakuma aus Japan zu erkennen. Sein Qualitätsmaßstab beruht auf profunden musikalischen Kennt- nissen und ziemlich genauen Vorstellungen wie etwas zu klingen hat. Er lässt sich da von niemandem etwas vormachen. Als mir Franz den Bauplan seiner Endstufe zeigte, war das zu meinem Erstaunen ein Ausriss aus einem Buch mit japanischen Schriftzeichen. ÷ Stromlaufplan der Endstufen von Franz ÷ Falls ein geneigter Leser meines Berichts die Herkunft oder den Autor der obigen Schaltung kennt, würde ich mich freuen, mehr darüber zu erfahren. Auf einem einzelnen Blatt sieht man ein minimalistisches trafogekoppeltes Design, in exakt derselben Tradition, wie ich es auch aus meiner Sakuma-Dokumentation kenne. Im Prinzip alles genau auf meiner Linie.
÷ Bild groß ÷ Franz 'erhörte' beispielsweise ebenfalls den Lowther Breitband- lautsprecher PM2 Serie 1. Das war schon vor langer Zeit, als es in Graz noch ein alteingesessenes Hifi-Fachgeschäft mit einer brauchbaren Lautsprecherauswahl gab. Von einem Kunsttischler ließ er sich komplizierte Horngehäuse bauen. Seine Chassis ließ er aufwändig von Herrn Filip Keller modifizieren. Normalerweise verschönert eine Stoffbespannung die Lautsprecherfront, sie wurde nur für das Foto abgenommen.
÷ Bild groß ÷ Bei den Tonabnehmern für seinen Plattenspieler favorisierte er früher spezielle Nadelschliffe, die er direkt aus der Hand von Herrn Van den Hul bekam. Leider war sein Lieblingstonabnehmer bei unserer Hörsitzung gerade in Reparatur. Man hörte ersatzweise mit einem Benz. Franz besitzt selbstverständlich eine erstklassige Schallplatten- sammlung mit einem Umfang von dem unsereins nur träumen kann. Wie ich schon andeutete, versteht Franz sehr viel von Musik und Gesang, so dass viele Musikschaffende früher seinen Rat suchten.
Auch im Keller von Franz gehen einem Röhrenfreund die Augen über. Hier stapeln sich alte Kartonschachteln mit teuren Röhren en masse. Den Klang der oben vorgestellten Zusammenstellung fand ich musikalisch sehr kohärent, angenehm, nicht nervend und mit einem subtilen Klang-Moment, das an die guten alten Zeiten der Röhrenradio-Musiktruhen erinnert - insgesamt sehr stimmig das Ganze. Im Vergleich mit einigen anderen guten Lowther (-Acousta) Systemen, die ich vorher schon gehört hatte, in der Tat überdurchschnittlich. :: Beim Nachbarn Leo Neubauer, ein Stockwerk höher, bekamen wir ganze Fische serviert. Leo hatte die Forellen selbst im Oberlauf der Mur geangelt und auf seinem Balkon lecker frisch geselcht. Die Mur ist übrigens genau der Gebirgsfluss, der recht eilig durch Graz rauscht.
Leo mag skandinavische Möbel, japanische Messer und überhaupt sah alles bei ihm so hell und ordentlich aus, dass ich gleich mal die betont schlichte Tischdekoration ablichten musste.
÷ Bild groß ÷ Zum Nachtisch gab es Vanilleeis mit karamellisierten Kürbiskernen an einer Spur Kernöl. Ein köstliches Rezept, das wir mit nach Hause nehmen. Seine Hifi-Anlage, die einen Nebenraum mit gleich drei identischen freistehenden Schallwänden dominiert, hat Leo ebenso stilsicher wie bedacht arrangiert.
÷ Bild groß ÷ Die Idee einen monofonischen Mittenlautsprecher aufzustellen geht wohl auf einen Vorschlag von Herbert von Karajan zurück.
÷ Bild groß ÷ Obwohl Leo teure Verstärker von Uchida und Hiraga besitzt, nutzt er zur Zeit lieber einen T-Amp. (Das ist ein kleiner Digitalverstärker)
÷ Bild groß ÷ Seine weiß gebeizten Schallwände sind handwerklich perfekt ausgeführt. Von der Konstruktion her gesehen, sind sie absolut klassisch. Die Bestückung ist jedoch modern: Ciare CH250 Breitbandlautsprecher in Kombination mit Stageline MHD152 PA-Hochtönern. In dem weißen Kästchen befindet sich ein passives Entzerrerglied. Die Lautsprecherkabel bestehen aus starkem Kupferlackdraht mit einem leuchtend rot schimmernden Überzug.
Auch der Plattenspieler von Leo erfüllt hohe ästhetische Ansprüche. Es ist ein 'Well Tempered Record Player'. An ganz vielen Kleinigkeiten wie den hübschen Drähten, die über Pflastersteine abgestützt sind, an den Kontaktpflegemittelchen und an den Klangschälchen an der Wand, kann man bei Leo die Liebe zum Detail erkennen. Und das Ergebnis spricht für sich: Es klingt sehr gut und es sieht sehr gut aus - einfach zum Wohlfühlen! Leo schrieb mir noch einen Kommentar, den ich ebenfalls hundert- prozentig richtig finde: "Ich bin der Überzeugung, dass man für das Anhören von Musik (und ich meine hier Zuhören) auch in der richtigen Stimmung sein muss. Erst wenn man innerlich frei ist, ist man auch im Stande, Musik aufzunehmen. Wenn im Kopf dauernd war rumschwirrt, geht nichts. Darum ist es unruhigen, hektischen Menschen fast unmöglich, eine Schallplatte anzuhören oder ein paar Seiten eines Buches zu lesen." Insofern hätte man durchaus noch mehr Muße zum ruhigen Hören gebraucht. Als Leo von unserem Faible für die japanischen Künste erfuhr, schenkte er uns noch zum Abschluss eine CD mit japanischen Melodien.
Vielen Dank nochmals Leo, für den netten Abend. :: Graz by night
Kantaten zum 15., 16. und 17. Sonntag nach Trinitatis: 'Warum be- trübst du dich mein Herz', 'Christus, der ist mein Leben', 'Wer weiß wie nahe mir mein Ende', Wer sich selbst erhöhet, der soll erniedriget werden'
Die Akustik des Mausoleums von Ferdinand II ist legendär und so war der Gesang tatsächlich ein Hochgenuss. Ich musste mich sehr zurückhalten, nicht zwischendurch Beifall zu klatschen, wie es beispielsweise bei einer tollen Jazzdarbietung üblich ist.
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÷ Bild groß ÷ :: Hifi-Fete bei Markus Aus einem schon länger anberaumten Audiotreff bei einem Freund von Franz, wurde überraschend eine Abschiedsfete, in einer halb ausgeräumten Wohnung. Markus zieht nämlich kurzfristig nach München.
÷ Bild groß ÷ Eine Platine Verdier scheint in Österreich in gewissen Kreisen zur Standardausrüstung zu gehören - Respekt! Und ja, wie meistens bei der Verdier-Fraktion sind auch die gleichen Tonabnehmer im Spiel: SPU und DL-103.
÷ Bild groß ÷ Der Hausherr in der Küche beim Willkommenstrunk. Auf dem obersten Bild sieht man im Vordergrund die Hausherrin.
÷ Bild groß ÷ Ein paar Worte zu den wichtigsten Komponenten: Klipsch Eckhorn hinten im Bild - unschwer zu erkennen. Obenauf lagert ein kostbares Supravox Chassis. Selbiges wurde im Wechsel mit einem Philips Breitbänder vom Flohmarkt gehört. Das Philips Chassis gefiel besser. Markus hat sich massive Schallwände gebaut mit Schnellwechsel- vorrichtung für 20cm Chassis - sehr praktisch. Untenherum bläst ein 'Ripol' nach Plänen von Axel Ridtahler (auch ein Karlsruher) tiefe Basstöne durch den rechteckigen Schlitz in der Front. Die Vorstufe wurde von dem Grazer Profi Wolfgang Paltauf gebaut. Elektrische Leistung bringen ein Vintage Klein & Hummel sowie ein Leak auf die Schallwandler. Alles Teile von Rang und Namen, die man bei Kennern des öfteren vorfindet.
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÷ Bild groß ÷ Als ich zuhause ein paar Sachen für diesen Treff eingepackt hatte, bin ich nicht auf die Idee gekommen, auch noch einen guten CD-Player mitzunehmen. Das wäre aber klüger gewesen, denn es fand sich keiner vor Ort. Für meinen fliegenden Aufbau während der laufenden Party wurde als Notlösung ein einfacher DVD-Player aus einem Umzugskarton hervorgeholt, der sonst nur für Video benutzt wird. Meine mitgebrachten CDs klangen den Umständen entsprechend. Die Elektronik von Markus passte leider Gottes auch nicht optimal zu meinem Lautsprechern. Inwieweit zudem die zahlreichen anderen mitschwingenden Lautsprechermembranen im Raum den Klang beeinträchtigten, kann ich nicht abschätzen. Rückseitig war das Zimmer jedenfalls sehr stark bedämpft und zwar durch die umfangreiche Schallplattensammlung von Markus, die praktisch die ganze Wand ausfüllte. So wurde das nichts. Wir wendeten uns also bald anderen Themen zu.
÷ Bild groß ÷ Mit dem netten Herrn in der Mitte habe ich mich länger unterhalten. Er hat zusammen mit Freunden ein Masselaufwerk gebaut. Ich werde möglicherweise noch darüber berichten können. Er wollte mir ein Foto mailen. Ich habe nicht alle Gäste fotografiert. Martin Vorhofer und Klaus Wippersberger aus Wien waren ebenfalls angereist. Klaus ganz sportiv mit dem Motorrad. Es hat mich sehr gefreut, die beiden Herren aus Wien wieder zu sehen.
÷ Bild groß ÷ Im Nebenraum lief zeitweise parallel das gleiche Programm über eine andere Technik.
÷ Bild groß ÷ Spaßeshalber hatte ich zwischendurch an das SPU von Markus provisorisch meinen Stepup angeklemmt und die Musik über meine RIAA und meine kleine Pentode über die Klipsch laufen lassen. Das klang dann schon recht flott und brummte auch nicht. So hätte man sich weiter vorantasten müssen, aber dazu fehlte die Zeit und die Ruhe.
÷ Bild groß ÷ Im zweiten Hörraum war die Meinung des Publikums gefragt, ob eine Spendor BCI oder eine BCII richtiger klingt. Diese Lautsprecher hingen an chromblitzenden Jadis Boliden. Ich war einigermaßen überrascht, wie stark sich diese beiden Lautsprecherversionen, die ja nur eine Generation auseinander liegen, klanglich unterschieden. Die erste Serie klang deutlich heller und wurde, wenn ich das richtig mitbekommen habe, wohl als die insgesamt bessere empfunden.Irgendwann klemmte ich für zwei Minuten meine Reso|Beta an die Jadis an. In dem Nebenraum, der deutlich weniger bedämpft war, und an der Jadis Elektronik klang es plötzlich nicht mal so übel.
Es hat jedenfalls Spaß gemacht und es war ein schöner und kurzweiliger Nachmittag mit netten Menschen, für den wir uns nochmals bei unseren Gastgebern bedanken möchten. Dank auch für die Kanapees gegen den kleinen Hunger. :: Touristisches Slum People - ein Tableau von HA Schult
÷ Bild groß ÷ FLUXUS? - ja, das sagt mit was. Und wenn ich an HA Schult denke, dann fallen mir die alten Zeiten ein, als wir fröhlich durch die Düsseldorfer Altstadtkneipen zogen . An die Muse von HA Schult namens Elke Koska kann ich mich noch gut erinnern.
÷ Bild groß ÷ Das Ausstellungsprogramm wollte natürlich studiert werden - unmöglich, das alles zu schaffen!
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÷ Bild groß ÷ Graz hat jede Menge architektonischer Highlights zu bieten. Nicht nur das Kunsthaus. Man könnte einen Urlaub allein damit zubringen, attraktive Bauwerke zu besichtigen, egal ob sie nun besonders modern oder altehrwürdig sind.
÷ Bild groß ÷ Einen besseren Führer als Franz, der Graz wie seine Westentasche kennt, hätten wir uns nicht wünschen können. Er führte uns durch Höfe und Innenräume, die wir ohne seine Begleitung sicher nicht betreten hätten. Auf dem obigen Foto sieht man beispielsweise die prächtige 'Landstube' des Landtages Steiermark. Ich habe allein mehr als 200 Fotos gemacht, von denen ich hier in meinem Weblog nur eine kleine Auswahl zeigen kann. :: Beim Heurigen
÷ Bild groß ÷ An einem der herrlichen Spätsommerabende, es war noch warm in der Steiermark, lud uns die Familie Egginger zu einer Jause an einen ihrer Lieblingsplätze ein. Wir fuhren zu einem Buschen- schank im Sausaler Weingebiet in der Nähe von Kitzeck. Diesmal war auch die Tochter Gabi mit von der Partie. Das Lokal war 2005 als das beste seiner Art ausgezeichnet worden. Deshalb wunderte es uns nicht, als noch am gleichen Abend eine größere, vornehm in Trachtenmode gekleidete Gesellschaft der Grazer Haute-Volée dort einlief.
Verglichen mit unseren Weinbergen in der heimischen Pfalz, wirkt diese alte bäuerliche Kulturlandschaft rauer und urwüchsiger. :: Wolfgang Paltauf - den Namen habe ich weiter oben schon einmal erwähnt. Er war bei der Hifi-Fete dabei und scheint mir im Grazer Bekanntenkreis ein gefragter Spezialist zu sein. Wolfgang arbeitet für verschiedene Audiofirmen und entwickelt Platinen, Bau- sätze und Hifi-Geräte.
Er erzählte mir von e inigen Projekten der Zeitschrift Elektor, die auf seinen Vorarbeiten basieren. Das folgende Bild zeigt einen seiner Prototypen, eine Geschichte die in Kürze veröffentlicht wird. Der Breadboard Aufbau lief bei unserer Stippvisite gerade im Test.
÷ Bild groß ÷ Besonders interessant an der Anlage von Wolfgang dürften vielleicht die edlen Bösendorfer-Lautsprecher sein - eine Entwicklung des bekannten Lautsprecher-Konstrukteurs Hans Deutsch.
÷ Bild groß ÷ Beim Abspielen von guten Aufnahmen verschiedener Konzertflügel, drängt sich einem der Eindruck auf, diese Lautsprecher wären extra auf den Bösendorfer Klang 'geeicht' worden. Klavier perlte so realistisch und warm, wie man es selten hört. Man konnte überdeutlich die Unterschiede in den Klangfarben eines Bösendorfer- im Vergleich mit einem Steinway-Flügel wahrnehmen. Bei anderem Programmmaterial, wie beispielsweise Elektropop, wäre mir persönlich der Klang eine Spur 'zu fett' und zu 'expandiert'. Aber erstens ist so was Geschmacksache und zweitens habe ich auch nur wenige Minuten Musik gehört. Dank auch an Wolfgang für die eindrucksvolle Demonstration. :: Gastronomisches Beim Essen und Trinken und bei der Auswahl von Lokalen die wir besuchten, genossen wir einmal mehr die volle Bandbreite - vom urgemütlichen 'Grazer Beisl' bis zur futuristischen 'Sky Bar'. Besonders gefallen hat uns das Eckstein zum Mittagessen in der Stadtmitte, das aiola upstairs auf dem Schlossberg und die Dachterrasse des M1 in den luftigen Höhen der Grazer Altstadt. Das M1 befindet sich mitten im Bermuda-Dreieck zwischen Färberplatz und Hauptplatz. Im aiola island waren wir natürlich auch.
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÷ Bild groß ÷ Andrea beim Imbiss im aiola upstairs
Auf dem nächsten Bild sitzen wir im M1. Von da aus sieht man den Uhrturm, das markante Wahrzeichen von Graz.
÷ Bild groß ÷ :: SportlichesAuf Anraten von Franz hatten Andrea und ich extra neue Leicht-Wanderschuhe gekauft. Wir waren schon sehr gespannt, wo er uns hinführen würde. Es ging ins Hochschwabgebiet bei Seewiesen. Das liegt etwa anderthalb Autostunden von Graz entfernt.
Die älteren Herrschaften wanderten in eine mittlere Höhe bis zu einem schönen Ensemble von Almhütten mit.
÷ Bild groß ÷ Wir Jüngeren stiegen bis über die Baumgrenze zum Hochanger auf.
÷ Bild groß ÷ Der Hochanger ist ein Berg im östlichen Ausläufer der Alpen. Zum Glück nicht zu schwierig für uns. Bei einem plötzlichen Wetterumschlag allerdings kann der Hochanger ziemlich gefährlich werden: Ein Denkmal in Gipfelnähe erinnert an den Erfrierungstod einer Großmutter mit ihrem Enkelkind in einem Schneesturm Anfang September.
÷ Bild groß ÷ Geschafft - Andrea trägt unsere Namen ins Gipfelbuch ein und wir genießen ein paar Minuten den grandiosen Rundblick. Gerhard, der Freund von Gabi Egginger, war auch mitgewandert. Ein paar Fotos stammen dankenswerterweise von ihm.
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÷ Bild groß ÷ Zum Abschluss dieses herrlichen Wandertages gab es auf einer etwas tiefer gelegenen Hütte noch ein deftiges Essen. :: Ausklang
Etwas außerhalb der Stadt im Nordosten erhebt sich auf dem Purberg
die mächtige Wallfahrtskirche Mariatrost - ein Ort der Ruhe und
Besinnung. Dort saßen wir an unserem letzen Mittag beim
Kirchenwirt in seinem idyllischen Biergarten.
÷ Bild groß ÷ Wie all die Tage vorher war das Wetter angenehm warm und trocken. Die Welt strahlte in einem goldenen Herbstlicht.
÷ Bild groß ÷ Just in dem Moment als uns der Espresso serviert wurde, briste urplötzlich der Wind auf. Sonnenschirme stürzten mit Getöse um, Staub und vergilbtes Blattwerk wirbelten durch die Luft. Der Himmel wurde düster und Kastanien fielen auf das saubere Tischleinen. Uns ergriff eine leicht wehmütige Stimmung - wie immer, wenn etwas Schönes zu Ende geht. Am Abend saßen wir noch ein letztes Mal beim Stoffbauer mit den Eggingers zusammen, bevor es zurück in die Heimat ging. Herzlichen Dank für die wunderschönen Urlaubstage in Graz!
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