Anfang | Philosophie | Konzept | Galerie | DIY | Zu meiner Person | Notizen

Galerie 

In meiner Galerie sehen Sie ein paar exemplarische Eigen- kreationen. (Nicht alle abgebildeten Geräte befinden sich heute noch in meinem Besitz)

Des Öfteren werde ich gefragt, ob man meine Audiosachen nicht fertig kaufen könne. Ich muss das leider verneinen.

Kostbare Originalbauteile aus der Röhrenära sind bei uns offiziell tabu. Sie dürfen nicht mehr in Verkehr gebracht werden - so beschloss es die EU-Gesetzgebung.

Also beschränke ich mich auf meinen Amateurstatus, mache neben- bei meine privaten Designstudien und kümmere mich ansonsten um die künstlerischen Aspekte der Musikwiedergabe.


Der Reso|Beta Konzertlautsprecher

Auf der Suche nach den idealen Spielgefährten für meine kleinen Röhrenverstärker reiften nach einer langen Zeit des Hörens, des Nachdenkens und des unermüdlichen Experimentierens meine eigenen Konzertlautsprecher. Mit ihren filigranen hölzernen Klangkörpern erinnern sie formal an klassische Musikinstrumente.

Als Schallwandler setze ich die legendären SABA Greencone- Chassis ein - hochempfindliche Konuslautsprecher mit federleichten Papiermembranen und starken Alnico-Magneten - eine ausgestorbene Spezies, die schon seit vielen Jahrzehnten nicht mehr fabriziert wird. Die seltenen Vintage-Chassis werden in meiner Werkstatt aufgearbeitet und veredelt.

Wiederum ähnlich einem klassischem Musikinstrument sind meine Lautsprecher auch nicht für Techno-Pop konzipiert. Vielmehr kommt man als anspruchsvoller Liebhaber von Musik mit feinsten Zwischentönen und Klangfarben auf seine Kosten. Man wird mit einer quicklebendigen, raumfüllenden und hoch aufgelösten Musik- darbietung verwöhnt.

Kurzvorstellung   Reso|Beta
 

Es hat noch keinen Hifi-Lautsprecher gegeben, der mir so viel Freunde gemacht hat.


Die Phonovorstufe

Ein Schaltungskonzept der sechziger Jahre wurde pointiert gesteigert zur Phonovorstufe für Audio-Puristen von heute. Bei der Aufbereitung und bei der Stabilisierung der Versorgungsspannungen kommt modernste Technik zum Einsatz. Die Schaltung ist im übrigen klassisch, wurde aber in einer Bauteilequalität umgesetzt, die früher nicht erhältlich war.


Die Phonovorstufe 'Alte Schule'

Zwei 6SL7 Oktalröhren, dazwischen ein passives RC-Netzwerk, so hat man früher Phonovorstufen gebaut. Klanglich sind sie immer noch auf der Höhe.


Phono|Monotube - die einstellbare Mono-Phonovorstufe

Diese besondere Triodenvorstufe ist für die 'zeitrichtige' und klang- schöne Wiedergabe von älteren Mono-LPs und Schellackplatten bestimmt.

Eine allgemeinverbindliche Frequenzgangkurve für das Nadelton- verfahren ist ja erst in den späten Fünfzigerjahren durch die Record Industry Association of America (RIAA) definiert worden. Davor gab es unterschiedliche Vorschriften für Schneidekennlinien. Beispiels- weise RCA, DIN33, DIN78, JEDEC, 250, 500 und unzählige mehr - auch Hausnormen.

Mit seinen stufenlosen Regelbereichen für die Tiefen- und Höhen-Entzerrung bietet mein Vorverstärker genügend Freiheitsgrade um die Wiedergabe älterer Pressungen, die von der RIAA-Norm abweichen, intuitiv stimmig einzustellen. 

Der Eingang meiner Vorstufe ist für Mono-MM-Tonabnehmer aus- gelegt, der Ausgang hat etwa Line-Pegel.  


Die Passive Vorstufe

Diese Vorstufe enthält, wie der Name schon vermuten lässt, keinerlei signalverfälschende elektronische Schaltkreise, und kommt damit dem Ideal eines einfachen Stück Drahtes in der Audiokette am nächsten. Sie fungiert als hochwertiger Lautstärkeregler - genauer gesagt - als Eingangs-Abschwächer. Moderne Quellgeräte, wie bei- spielsweise CD-Spieler, liefern bereits ausreichend hohe Signalpegel um die meisten Endverstärker voll auszusteuern.

Als Stellglied verwende ich hoch genaue und hoch zuverlässige Leitplastikpotentiometer - Edelbauteile wie man sie auch in medizinischen Geräten einsetzt. Sie werden auf guten Gleichlauf selektiert und die Impedanzwerte werden auf das Zielsystem angepasst.


Der Phono MC-Signaltransformator

Für das von Studioprofis und von Amateuren gleichermaßen hochgeschätzte MC-Tonabnehmersystem DENON DL-103 habe ich mir eine eigene Kleinserie von Stepup-Signaltransformatoren der Spitzenklasse wickeln lassen. Die Trafos auf diesem Foto sind als Stereo-Unit mit Cinchbuchsen konfektioniert. 


Der 1626|SE Triodenverstärker

Kostbare, gut sechzig Jahre alte US-Military-Röhren aus meinem Fundus, gepaart mit Spezialübertragern bilden das Herzstück meines 1626-Eintakt-Triodenverstärkers, der das Musikgeschehen grandios auflöst und die Klangfarben in einzigartiger Schönheit zum Leuchten bringt. Genau das Richtige für elektrisch besonders sensible Treiber wie die legendären LOWTHER, AER, oder die SABA Greencones. Dieser kleine Stereo-Vollverstärker hat einen Eingang mit Cinchbuchsen, an den man wahlweise eine Phonostufe, einen CD-Player oder einen Tuner anschließen kann. Er ist mein absoluter Favorit.

÷ Bild groß ÷

Beim Gehäusedesign ging es mir darum, das Potenzial mit einem betont schlichten Äußeren nur anzudeuten. Ich möchte mich damit von der gestalterischen Beliebigkeit fernhalten, die moderne Entwurfs- und Fertigungsmethoden in der Industrie mit sich gebracht haben. Meinen Eigenbauten soll man ansehen, dass sie mit einfachen Werkzeugen handgemacht sind.


Der 6P14|SE Pentodenverstärker

Mein neuer 6P14-Eintakt-Pentodenverstärker hat mit 4 Watt etwas mehr Ausgangsleistung und einen höheren Dämpfungsfaktor als der bewährte 1626er. Das kann für weniger empfindliche Lautsprecher, die mehr Kontrolle benötigen, vorteilhaft sein, wie beispielsweise die französischen PHY-HP Breitbandlautsprecher. Im Übrigen folgt auch dieser Entwurf meiner spartanischen, tontreuen Linie.

Allein die Entwicklung hochwertiger Ausgangstransformatoren für die 6P14-Endröhre nahm mehrere Monate in Anspruch, in denen die Spulenkörper immer wieder neu und in unterschiedlicher Weise gewickelt wurden - so lange, bis ich mit den Messergebnissen der realen Schaltung zufrieden war.  Meine Röhren, die aus alten russischen Militärbeständen stammen, werden einzeln ausgemessen und selektiert. Andere klangprägende Komponenten dieses Verstärkers, die messtechnisch kaum unterscheidbar wären, wurden gehörmäßig in der Entwicklungsphase ausgesucht.  

Die Schaltung weist nicht nur eine Besonderheit auf: die Endpentode wird in einem kurzen Stromkreis unmittelbar auf die Eingangstriode gegengekoppelt. Die Gegenkopplung ist somit phasenrein und lässt den Ausgangsübertrager außen vor, der dafür eine sehr gute Qualität aufweisen muss - ein heute selten angewendetes Prinzip. Interessanterweise  findet sich genau diese Schaltungsart in den exzellenten Vintage-Studioverstärkern V69a von TELEFUNKEN. Andere Schaltungskniffe wurden für meinen 6P14-Verstärker im Rahmen einer systematischen Optimierung völlig neu erdacht!

Ein Line-Eingang ist bei allen meiner kleinen Leistungsverstärker Standard. Die Ausgangsimpedanz kann für Lautsprecher mit 4, 8, oder 16 Ohm vorverdrahtet werden.


Der EL84|SE MK2

Bei dieser gesteigerten Variante des Pentodenverstärkers übernimmt eine winzige Doppeltriode 5670W die Führung. Das Netzteil wurde ausgelagert, damit potentiell noch mehr Ruhe ins Klangbild kommt.


Der EL8|SE Heinzelmann

Für Hifi-Zwecke ist die Röhre EL8 eine Neuentdeckung. Es ist eine so genannte Strahlbündel-Endtetrode von VALVO, die im Jahre 1949 herauskam. Ich habe diesen Verstärker 'Heinzelmann' getauft, als Hommage an Max Grundig, der kurz nach Kriegsende, in Zeiten großer Materialknappheit, einen gleichnamigen Radio-Bausatz mit dieser Röhre fabrizierte.

Als ich im November 2005 im Internet den neu entwickelten EL8-Stereoverstärker vorstellte, fand man weder mit Google noch in den Foren der Röhrenexperten irgendeinen Hinweis auf einen anderen Verstärker diese Art.

Vom technischen Aufbau her ähnelt mein neuer Verstärker im Übrigen dem oben vorgestellten 6P14|SE. Er hat auch etwa die gleiche Ausgangsleistung.

÷ Bild groß ÷

Der EL8|SE-Vollverstärker harmoniert nicht nur mit empfindlichen Breitbandlautsprechern, er glänzte auch schon öfter bei Vorführungen an klassischen Hornlautsprechern, beispielsweise an denen von Western Electric. 


Der Plattenspieler

Bei der Konstruktion meines Plattenspielers hatte ich die klassischen Studiolaufwerke vor Augen, wie ich sie früher in den Pulten der Rundfunk-Sendeanstalten sah. Mit meinen dunkelbraun schimmernden Bakelit-Oberflächen, mit der übergroßen Konsole in grauem Hammerschlaglack, mit der Beschränkung auf das funktional Notwendigste, möchte ich diese Formensprache wieder aufleben lassen.

Das gefederte Subchassis aus Eisenblech, der Netz-Synchronmotor und der Riemenantrieb meines Plattentellers basieren auf modifizier- ten Thorens Komponenten, den langen 12" Tonarm baute Thomas Schick aus Berlin. Das Headshell ist eine Eigenkonstruktion, unter dessen Abschirmhaube der Studiotonabnehmer Denon DL-103 mon- tiert ist.

÷ Bild groß ÷

Das DL-103 ist übrigens mein persönlicher Favorit unter den Tonabnehmern. Es gibt kaum einen zweiten Pickup weltweit, über dessen Qualitäten sich so viele Amateure und Professionals einig sind.


Anfang | Philosophie | Konzept | Galerie | DIY | Zu meiner Person | Notizen